Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Europäische Kommission (EK) stellen gemeinsam mit dem Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech 95 Millionen Euro bereit, um den Aufbau einer mRNA-Impfstofffabrik in Kigali, Ruand, voranzutreiben. Das Finanzpaket umfasst einen Zuschuss der EU-Kommission in Höhe von 35 Millionen Euro sowie ein EIB-Darlehen von bis zu 60 Millionen Euro.
Die neue Produktionsstätte soll Impfstoffe gegen Krankheiten entwickeln und herstellen, die in Afrika besonders verbreitet sind – darunter Malaria, Tuberkulose, HIV und Mpox. Die Mittel unterstützen sowohl die Infrastruktur des Standorts als auch die klinische Entwicklung und die Ausbildung lokaler Fachkräfte.
Die modulare Anlage wird mit sogenannten „BioNTainern“ ausgestattet – mobilen Einheiten, die flexibel verschiedene Impfstoffe produzieren können. Damit soll eine skalierbare und erschwingliche Impfstoffproduktion für afrikanische Länder entstehen. Das Projekt soll zugleich zur Umsetzung mehrerer UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen, darunter „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie „Industrie, Innovation und Infrastruktur“.
BioNTech hatte das Vorhaben bereits 2021 angekündigt. Nach Fertigstellung könnte die Fabrik die erste kommerzielle mRNA-Impfstoffanlage Afrikas werden. Sie soll lokale Partner bei klinischen Studien unterstützen, Arbeitsplätze schaffen und Ruandas Rolle als medizinisches Innovationszentrum stärken.
Das Engagement ist Teil der EU-Initiative „Team Europe“, die koordinierte Entwicklungsprojekte in Afrika fördert. Unterstützung erhält das Projekt zudem von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), die bis zu 124 Millionen Euro bereitstellt. BioNTech plant, erfolgreich entwickelte Impfstoffe aus Kigali zu erschwinglichen Preisen für einkommensschwache Länder bereitzustellen. (DFPA/abg)
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