Europäische Unternehmen verstärken ihre Übernahmen in den USA, um die Folgen von Zöllen und regulatorischen Unsicherheiten abzufedern. Laut dem US-Analysehaus PitchBook beteiligten sich europäische Käufer im ersten Halbjahr 2025 an 416 Transaktionen in Nordamerika mit einem Gesamtwert von 113,2 Milliarden Dollar – ein Plus von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Als Haupttreiber gelten die von der Trump-Regierung verhängten Zölle sowie verschärfte regulatorische Anforderungen, die europäische Konzerne in den US-Markt drängen. „Veränderungen in den Compliance-Anforderungen und geopolitische Dynamiken machen den US-Markt deutlich attraktiver“, sagte KPMG-Managerin Rebecca Brokmeier. Beispiele wie der drei Milliarden Dollar schwere Kauf des US-Getreideherstellers WK Kellogg durch die italienische Ferrero-Gruppe zeigen, dass es dabei nicht nur um Marktzugang, sondern auch um Produktions- und Vertriebskapazitäten geht.
Parallel wittern US-Investoren Chancen in Europa, wo Unternehmensbewertungen niedriger liegen. Finanzriesen wie Blackstone und Apollo kündigten Milliardeninvestitionen in den kommenden Jahren an. (DFPA/abg)
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