Europäische Small Caps: Chancen durch niedrige Bewertungen und bessere Konjunkturaussichten
Europäische Small Caps könnten nach Jahren der Schwäche vor einem Comeback stehen. Darauf weist Ollie Beckett, Portfoliomanager beim Londoner Vermögensverwalter Janus Henderson Investors, in einem aktuellen Marktkommentar hin.
Kleinere Unternehmen in Europa litten demnach in den vergangenen Jahren besonders unter hohen Energiepreisen, steigenden Zinsen und geopolitischen Belastungen. Doch mit sinkenden Energiekosten, einer möglichen Zinssenkung sowohl in den USA als auch in Europa und politischen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit verbesserten sich nun die Rahmenbedingungen.
„Die Bewertungen europäischer Small Caps liegen im Vergleich zu Large Caps nahe einem 20-Jahres-Tief“, betonte Beckett. Das eröffne Chancen für Anleger, zumal sich Kapitalströme allmählich wieder von den USA nach Europa verlagerten. Besonders Deutschland könne von Investitionsanreizen und Steuererleichterungen profitieren, etwa im Bereich Elektromobilität.
Trotz der günstigen Aussichten warnt Beckett vor Risiken, darunter Unsicherheiten bei der US-Handelspolitik. Insgesamt sieht er europäische Small Caps jedoch gut positioniert, um von einem wirtschaftlichen Aufschwung und steigenden Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung zu profitieren. (DFPA/abg)
Die Janus Henderson Group ist ein Vermögensverwalter mit Sitz in London. Das Unternehmen verwaltet ein Anlagevermögen von etwa 3345,5 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2025).