Das Transaktionsvolumen bei europäischen Industrie- und Logistikimmobilien stieg im ersten Halbjahr 2026 trotz anhaltender geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen um sieben Prozent. Deutliche Zuwächse verzeichneten vor allem Frankreich, Schweden und Finnland. Das ergibt sich aus der aktuellen Marktstudie von CBRE Research.
Die europäischen Investitionen in Industrie- und Logistikimmobilien stiegen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 19,2 Milliarden Euro, was angesichts geopolitischer Spannungen und schwacher Wirtschaftsindikatoren von Widerstandsfähigkeit zeuge. Dies entspräche rund 17 Prozent des europäischen Gewerbeimmobilienvolumens – ähnlich dem ersten Halbjahr 2025.
Motor dieser Entwicklung sei mit einem um 26 Prozent erhöhten Volumen Kontinentaleuropa, wobei Frankreich mit 59 Prozent, Schweden mit 130 Prozent und Finnland mit 223 Prozent ein deutliches Wachstum verzeichneten, was teilweise durch Rückgänge in Tschechien, Belgien und Dänemark ausgeglichen wurde.
Obwohl die nordischen Länder mit einem Volumen von 4,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr zum größten regionalen Cluster aufstiegen, blieb Großbritannien Europas größter einzelner Markt bei Industrie- und Logistikimmobilien, obwohl es mit einem Rückgang von 36 Prozent hinter den Erwartungen zurückblieb.
Ein gesteigertes Interesse an Portfolios und Transaktionen über 100 Millionen Euro deutete im zweiten Quartal auf eine Verbesserung der Marktliquidität und der Anlegerstimmung hin. Der Anteil der Portfoliotransaktionen am Transaktionsvolumen stieg im zweiten Quartal auf 58 Prozent von 33 Prozent im ersten Quartal, während Transaktionen über 100 Millionen Euro erstmals seit neun Jahren mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens ausmachten. (DFPA/ljh)
Die CBRE Group, Inc. mit Hauptsitz in Los Angeles und Deutschlandzentrale in Frankfurt am Main ist eines der großen internationalen Dienstleistungsunternehmen für Eigentümer, Investoren und Nutzer auf dem gewerblichen Immobiliensektor. CBRE beschäftigt weltweit mehr als 155.000 Mitarbeiter in mehr als 500 Büros.