Ex-Stiftungsmanager prägen Outsourcing-Markt für Vermögensverwaltung in den USA
Investmentfirmen, die das Management von Stiftungs- und Universitätsvermögen als externer CIO („Outsourced Chief Investment Officer“, OCIO) übernehmen, setzen zunehmend auf Fachkräfte mit eigener Endowment-Erfahrung. Diese Insiderperspektive verschafft ihnen im Wettbewerb Vorteile, wie ein aktueller Report von Deloitte zeigt.
„Wenn man selbst Teil einer Universitätsstiftung war, versteht man viel besser, wie das Investmentbüro mit dem Schatzamt, Fundraising und der Gesamtliquidität verzahnt ist“, sagte Nathalie Cunningham, stellvertretende CIO bei der Strategic Investment Group, die zuvor für die Cornell University tätig war. Laut Pensions & Investments wuchs das von US-Stiftungen und Hochschulen ausgelagerte Vermögen auf 432 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 12,4 Prozent binnen Jahresfrist.
OCIO-Spezialisten wie TIFF oder Disciplina wurden von früheren CIOs gegründet und betreuen ausschließlich gemeinnützige Kunden. „Unsere Kunden sind sehr mission-driven – sie wollen verstanden werden“, sagte Disciplina-Chef Matthew Wright, früher bei Vanderbilt University tätig. Der Trend zur Auslagerung hält an, da kleinere Einrichtungen zunehmend professionelle Strukturen suchen, um trotz begrenzter interner Ressourcen am Kapitalmarkt erfolgreich zu agieren.
Auch der Zugang zu privaten Märkten sei ein wachsendes Motiv, sagen Branchenteilnehmer. Gleichzeitig habe sich die OCIO-Branche seit der Finanzkrise 2008 stark professionalisiert. „Die Erfahrung auf der anderen Seite des Tisches ist heute ein echter Wettbewerbsvorteil“, so Cunningham. (DFPA/abg)
Den vollständigen Quartalsreport finden Sie hier.
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