Feri Jahresausblick 2026: Politik wird zunehmend zum Treiber der Märkte
Der Multi Asset-Spezialist Feri sieht die Kapitalmärkte 2026 stark von geopolitischen Entwicklungen geprägt. Vor allem der Übergang zu einer multipolaren Weltordnung, die disruptive US-Politik und die Risiken für die Unabhängigkeit der Federal Reserve prägen die Strategien von Investoren, heißt es im aktuellen Jahresausblick.
In seiner Pressemitteilung betont das Unternehmen, dass ein breit angelegter Multi Asset-Ansatz mit flexibler Allokation weiterhin entscheidend sei, um in einem komplexen Marktumfeld Mehrwert zu schaffen. Der zunehmende „ökonomische Nationalismus“ zwinge Unternehmen dazu, ihre Strategien an politische Vorgaben anzupassen, während steigende US-Importzölle das globale Wachstum belasten könnten. Positive Impulse sollen dagegen die stabile Inflation, expansivere Geldpolitik, fiskalische Maßnahmen und massive Investitionen in Künstliche Intelligenz liefern.
Für Aktieninvestoren bleiben die USA aufgrund ihrer Innovationskraft die Kernregion, während Schwellenländer an Attraktivität gewinnen. Europa droht im globalen Wettbewerb zurückzufallen. An den Rentenmärkten erwartet FERI eine weitere Versteilerung der Zinskurven, wodurch langlaufende Staatsanleihen nur phasenweise interessant bleiben.
FERI rät zu aktivem Währungsmanagement angesichts möglicher Dollar-Abwertungen und sieht Gold als weiterhin strategisch relevant. Alternative Anlagen wie Volatilitätsstrategien, Private Markets, Hedgefonds sowie Digital Assets wie Bitcoin und Stablecoins gewinnen demnach an Bedeutung. Die Experten betonen die Notwendigkeit eines sachwertorientierten Portfolios, Resilienz und aktives Risikomanagement, um auf geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen flexibel reagieren zu können. (DFPA/abg)
Die 1987 gegründete Feri-Gruppe mit Sitz in Bad Homburg ist in den Geschäftsfeldern Vermögensberatung und -verwaltung sowie Wirtschaftsforschung tätig. Seit 2006 gehört die Unternehmensgruppe zum MLP-Konzern.