Der jährliche „Global Financial Inclusion Index“ von Principal bewertet 42 Märkte anhand von drei Säulen der finanziellen Inklusion und beobachtet globale und regionale Fortschritte Deutschland liegt im Hinblick auf die finanzielle Inklusion weiterhin auf dem 20. Platz in der Rangliste von 42 Märkten weltweit und bleibt damit erneut hinter seinem Bestwert von Platz 15 im Jahr 2022 zurück.
Trotz einer stabilen Platzierung im vorderen Feld verzeichnete die Wahrnehmung der eigenen finanziellen Inklusion in der deutschen Bevölkerung einen der steilsten Rückgänge überhaupt: Sie fiel um 17 Prozentpunkte. Beim Gefühl, finanziell integriert zu sein, weist Deutschland weltweit einen der niedrigsten Werte auf. Nur Polen liegt in den globalen Ranglisten noch weiter hinten.
Nach zwei Jahren des Fortschritts stagniert die finanzielle Inklusion gegenwärtig weltweit, da angesichts von handels- und geopolitischen Spannungen Unternehmen deutlich schlechter in der Lage sind, Arbeitnehmern robustere Leistungen und Flexibilität zu bieten.
Dabei verzeichnen Länder, die in die finanzielle Bildung investieren, in der Regel weniger Kreditausfälle und klügere Entscheidungen im Zusammenhang mit Kreditaufnahmen, was zur Stärkung der Wirtschaft beitragen kann. In Deutschland könnte eine gesteigerte finanzielle Kompetenz dabei helfen, dass mehr Menschen bessere Finanzentscheidungen treffen und Schulden vermeiden. Dies würde wiederum zur allgemeinen wirtschaftlichen Gesundheit beitragen.
Der Index bewertet die Märkte auf der Grundlage der Unterstützung durch Arbeitgeber, den Staat und das Finanzsystem bei der Förderung der finanziellen Inklusion. Nach zwei Jahren messbarer Verbesserungen stagnieren die Fortschritte hinsichtlich der finanziellen Inklusion weltweit. Der Gesamtindex fiel leicht auf 49,4 von 100 Punkten – ein Rückgang von 0,2 Punkten gegenüber 2024. Hauptgrund für die negative Entwicklung war ein Rückgang der arbeitgebergeförderten finanziellen Inklusion, ausgelöst durch einen Einbruch des Geschäftsvertrauens infolge handels- und geopolitischer Unsicherheiten, die die Fähigkeit vieler Unternehmen, ihren Mitarbeitern robuste Leistungen, Orientierung und Flexibilität anzubieten, einschränkte. (DFPA/mb)
Die Principal Financial Group ist ein globales Finanzunternehmen mit rund 20.000 Mitarbeitern.