Nach mehreren Quartalen mit gedämpfter Aktivität zeigten die weltweiten Fintech-Investitionen im zweiten Quartal 2025 wieder Anzeichen einer Erholung. Das Finanzierungsvolumen lag nach Daten des New Yorker Analysehauses CB Insights trotz wachsender geopolitischer Unsicherheiten im zweiten Vierteljahr konstant bei 10,5 Milliarden US-Dollar (9,1 Milliarden Euro) und damit zum ersten Mal seit Anfang 2023 in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen über der Marke von 10 Milliarden Dollar, so merkt der Bankenverband an.
Der Sektor erhole sich zwar, aber die Finanzierung bleibe unter dem Niveau von 2022, hieß es. Die Zahl der Transaktionen ging um sieben Prozent auf 804 zurück, was vor allem daran lag, dass ein erheblicher Anteil (40 Prozent) der Finanzierungen auf Mega-Runden entfiel, 65 Prozent davon in den USA. Die durchschnittliche Transaktionsgröße stieg den Angaben zufolge von vier Millionen auf fünf Millionen Dollar. S[&]P Global hatte zuletzt ebenfalls gemeldet, dass die globale Fintech-Finanzierung im zweiten Quartal auf elf Milliarden Dollar stieg – ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorquartal mit je neun Milliarden Dollar.
Wealthtech verdreifacht Volumen
Laut CB Insights war die größte Transaktion im zweiten Quartal die 575-Millionen-Dollar-Runde des US-Fintechs Plaid, was eine steigende Nachfrage nach segmentübergreifenden Lösungen widerspiegele. Plaid entwickelt ein Datenübertragungsnetzwerk für digitale Finanzprodukte. Insgesamt legten die Finanzierungen in den meisten Fintech-Subsektoren zu, darunter die Bereiche Kapitalmärkte, digitales Banking, digitale Kreditvergabe, Zahlungsverkehr sowie die digitale Vermögensverwaltung (Wealthtech), wo sich das Finanzierungsvolumen im Vergleich zum Vorquartal auf 1,9 Milliarden Dollar verdreifachte. (DFPA/mb)
Der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband) hat seinen Hauptsitz in Berlin. Der Verband vertritt 170 Mitglieder, vor allem die in Deutschland tätigen privaten Banken.