Finvia: Panse warnt vor politischem Druck auf US-Notenbank
Das Multi Family Office Finvia sieht zunehmende Risiken für den US-Dollar und die Geldpolitik in den Vereinigten Staaten. In einem aktuellen Kapitalmarktausblick warnt CIO Reinhard Panse vor einem möglichen „zweiten Inflationsfehler“ der US-Notenbank Fed unter politischem Druck von Präsident Donald Trump.
Panse zufolge habe die Fed bereits während der Corona-Krise zu spät auf die steigende Inflation reagiert. Nun drohe eine Wiederholung: Trump fordere Zinssenkungen und eine Ausweitung der Geldmenge, um Wirtschaft und Aktienmärkte vor den Kongresswahlen zu stützen. Der Vermögensverwalter zieht Parallelen zur expansiven Geldpolitik des früheren japanischen Premierministers Shinzo Abe, die kurzfristig Wachstum und Börsenkurse befeuert, langfristig jedoch Inflation und Währungsverluste ausgelöst habe.
Der US-Dollar habe seit Februar 2025 gegenüber dem Euro bereits rund 15 Prozent an Wert verloren. Zugleich sei das Verbrauchervertrauen in den USA auf den niedrigsten Stand seit 1952 gefallen. Sollte das Vertrauen internationaler Anleger in US-Anlagen sinken, könnte der Dollar weiter unter Druck geraten, heißt es.
Als mögliche Gewinner eines schwächeren Dollar-Umfelds nennt FINVIA Gold sowie europäische Aktien, insbesondere kleinere Unternehmen. Anleger sollten ihre Portfolios auf ein Umfeld mit anhaltend höherer Inflation, schwächerem Dollar und stärkerer regionaler Diversifikation ausrichten. (DFPA/abg)
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Die Finvia Holding GmbH ist ein in Frankfurt am Main ansässiges Multi Family Office. Das 90-köpfige Unternehmen betreut Vermögen in Höhe von vier Milliarden Euro (Stand: Juli 2022).