Der globale Markt für Foodtech-Finanzierungen bleibt auch Ende 2025 im Umbruch: Wagniskapitalgeber investieren seltener, dafür mit größeren Tickets und klarerem Fokus auf skalierbare Geschäftsmodelle. Das geht aus einem aktuellen Branchenbericht des US-Analysehauses PitchBook hervor.
Im vierten Quartal 2025 flossen demnach weltweit rund 2,5 Milliarden US-Dollar in 128 Foodtech-Deals. Zwar ging das Gesamtvolumen zurück, geprägt war das Quartal jedoch von einzelnen Großrunden: Die Unternehmen Picnic, Zepto und GoBrands vereinten zusammen fast 1,2 Milliarden US-Dollar auf sich. Besonders gefragt blieb Automatisierung entlang der Lieferkette, wie die Series-D-Finanzierung des Robotik- und Automatisierungsspezialisten Mujin über 234,5 Millionen US-Dollar zeigt.
Parallel dazu entstehen neue technologische Grundlagen für die Branche. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten unter anderem fermentationsbasierte Proteine, Technologien für die Lebensmittelproduktion, Lieferroboter sowie datengetriebene Food-Intelligence-Plattformen. Die Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf Infrastruktur und Deep-Tech-Lösungen, die Herstellung, Logistik und Produktentwicklung effizienter machen sollen.
Auch die Bewertungskennzahlen spiegeln diese Konzentration wider. Die mediane Pre-Money-Bewertung stieg im Jahresvergleich um 58 Prozent auf 25,8 Millionen US-Dollar, der mittlere Dealwert auf 3,7 Millionen US-Dollar. Frühphasenfinanzierungen hingegen wurden deutlich zurückgefahren. Kapital fließt vor allem zu etablierten Akteuren wie The EVERY Company, Liberation Bioindustries, Starship Technologies oder Keychain, die bereits eine gewisse Skalierung erreicht haben.
Schwach bleibt hingegen der Exit-Markt. Der veröffentlichte Gesamtwert von Foodtech-Exits fiel 2025 auf lediglich 287,7 Millionen US-Dollar. Verkäufe beschränkten sich überwiegend auf kleinere, strategische Übernahmen oder Notverkäufe. Große Börsengänge blieben aus – ein Hinweis darauf, dass die heutigen Favoriten der Investoren noch im Aufbau sind und nicht kurz vor dem Exit stehen. (DFPA/abg)
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