Die Preise für Vermögensgüter in Deutschland sind im ersten Quartal 2025 deutlich gestiegen. Laut dem aktuellen Flossbach von Storch Vermögenspreisindex verteuerte sich der Aufbau von Vermögen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,0 Prozent. Damit ist die sogenannte Vermögenspreisinflation deutlich höher als die allgemeine Verbraucherpreisinflation, die zuletzt bei 2,3 Prozent lag.
Besonders stark legten Immobilien (+3,0 Prozent) Aktien (+13,7 Prozent) und Betriebsvermögen (+9,9 Prozent) zu. Der Preis für Gold und andere Rohstoffe im Privatbesitz stieg sogar um 26,5 Prozent. Lediglich langlebige Konsumgüter (+0,5 Prozent) und Sammelobjekte (–3,5 Prozent) blieben weitgehend stabil oder verbilligten sich.
Nach Einschätzung der Analysten wurde der Anstieg vor allem durch fallende Zinsen und die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen befeuert. Zudem verstärken hohe Staatsausgaben sowie geopolitische Unsicherheiten die Entwicklung. Die zunehmenden Preissteigerungen für Vermögensgüter erschweren vor allem Haushalten mit geringem Vermögen den Aufbau von Rücklagen und Altersvorsorge.
„Die Vermögenspreisinflation verschärft die soziale Ungleichheit“, so Philipp Immenkötter, Autor des Indexberichts. Während wohlhabende Haushalte von steigenden Preisen profitieren, rücken Vermögensaufbau und Immobilienbesitz für viele andere in weite Ferne. Die Entwicklung trage laut Bericht auch zur gesellschaftlichen Polarisierung bei – sichtbar etwa in gestiegenen Wahlerfolgen populistischer Parteien.
Der FvS-Vermögenspreisindex bildet die Preisentwicklung von Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Aktien und weiteren Vermögenswerten privater Haushalte ab und wird quartalsweise veröffentlicht. Seit 2015 sind die Vermögenspreise in Deutschland demnach um rund 40 Prozent gestiegen. (DFPA/abg)
Den vollständigen Flossbach von Storch Vermögenspreisindex Q1/2025 finden Sie hier.
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Die Flossbach von Storch SE ist eine Vermögensverwaltung mit Sitz in Köln. Das 1998 von Bert Flossbach und Kurt von Storch gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell über 350 Mitarbeiter und verwaltet rund 70 Milliarden Euro.