Weltweit strukturieren Investoren ihre Portfolios um, da geopolitische Unsicherheit und Marktkonzentration zu einer Neubewertung der traditionellen Asset Allokation führen und wieder verstärkt aktives Management erfordern. Zu diesem Ergebnis kommt „Global Investor Insights Survey 2026“, die jetzt veröffentlichte Umfrage von Schroders Investment Management.
Befragt wurden weltweit mehr als 1.000 institutionellen Investoren, Vermögensverwaltern und anderen Intermediären mit einem verwalteten Gesamtvermögen von 72 Billionen US-Dollar. Weltweit erwarten 85 Prozent der Anleger eine höhere Marktvolatilität. Unter den deutschen Befragten ist der Anteil mit 77 Prozent ähnlich hoch. Sie richten ihre Portfolios nun stärker auf Resilienz und Diversifikation aus.
Diversifikation (84 Prozent) und der Schutz gegen Kursverluste/Kapitalerhalt (83 Prozent) kristallisierten sich daher als die wichtigsten Prioritäten für die Portfoliosteuerung heraus, während fast die Hälfte der Investoren (47 Prozent) angab, die geografische Diversifikation außerhalb der USA zu erhöhen. Unter den deutschen Befragten wurden Diversifikation und Kapitalerhalt gleichermaßen priorisiert (jeweils 81 Prozent), während ein höherer Anteil als im globalen Durchschnitt – nämlich 58 Prozent – angab, die geografische Diversifikation außerhalb der USA auszubauen.
Johanna Kyrklund, Group Chief Investment Officer bei Schroders, sagt: „In einer zunehmend volatilen Welt strukturieren Investoren ihre Portfolios um, um Diversifikation und Resilienz in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig geopolitische Risiken zu bewältigen. Es ist bezeichnend, dass unter diesen Umständen überwältigende 85 Prozent der Investoren ihr Vertrauen bekundeten, dass aktive Manager ihnen in den nächsten 12 bis 18 Monaten dabei helfen können, diese Ziele zu erreichen.“
Aktive börsengehandelte Fonds (ETFs) nehmen in Portfolios eine immer prominentere Rolle ein, da Investoren sie als wichtiges Instrument für Diversifikation (49 Prozent), taktische Satellitenpositionierungen (42 Prozent) sowie das Risikomanagement (33 Prozent) nutzen. Die Umfrage deutet zudem darauf hin, dass Investoren bei ihren Investitionen in Unternehmensbeteiligungen einen ganzheitlicheren Ansatz über börsennotierte und private Märkte hinweg verfolgen.
Die Hälfte der Investoren (50 Prozent) gab an, dass sie Anlagechancen in Public und Private Equity nun gemeinsam bewerten, anstatt über getrennte Allokationsrahmen. In Deutschland ist dieser ganzheitliche Ansatz deutlich weiter verbreitet: 67 Prozent der deutschen Investoren bewerten Public und Private Equity-Chancen mittlerweile gemeinsam in einem kombinierten Rahmen – weit über dem weltweiten Durchschnitt von 50 Prozent. Um die vollständigen Daten der Umfrage einzusehen, klicken Sie bitte HIER. (DFPA/ljh)
Schroders ist eine im Jahr 1804 gegründete globale Fondsgesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 943,4 Milliarden Euro (823,7 Milliarden Pfund / 1.107,9 Milliarden US-Dollar) per 31. Dezember 2025. Als börsennotiertes FTSE100-Unternehmen im Vereinigten Königreich hat Schroders eine Marktkapitalisierung von rund 6,5 Milliarden Pfund.
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