Das Gesamtemissionsvolumen am Markt für Unternehmens-Schuldscheindarlehen lag im Jahr 2024 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. So wurden im vergangenen Jahr laut DZ Bank im syndizierten Format 94 Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von knapp 20,0 Milliarden Euro emittiert.
Auf Seiten der Investoren war im Gegensatz zu 2023 kaum mehr eine Zurückhaltung zu spüren. Neben kleineren inländischen Kreditinstituten fragten unverändert ausländische Investoren vermehrt Schuldscheindarlehen nach. Die Begebung zahlreicher größerer Schuldscheindarlehen mit Volumina von mindestens 500 Millionen Euro zeugt laut DZ Bank einmal mehr von der nach wie vor guten Aufnahmefähigkeit des Schuldscheinmarktes.
Auf der Angebotsseite haben sich wiederum größere, bonitätsstarke und extern geratete Unternehmen wie auch bereits im Vorjahr mit Schuldscheindarlehen tendenziell zurückgehalten. Diese Firmen nutzten vielmehr weiterhin im Gegenzug verstärkt den unter Spreadgesichtspunkten unverändert attraktiveren Anleihemarkt. Bei der Preisgestaltung von Schuldscheindarlehen zeichnete sich hingegen im vergangenen Jahr kein einheitlicher Trend ab. So haben sich die Spreads bei guten Bonitäten in Summe weiter stabilisiert. Hingegen sahen sich Unternehmen mit schlechteren Bonitäten vermehrt weiter steigenden Risikoprämien bei Schuldscheindarlehen gegenüber. Das Thema Nachhaltigkeit spiele am Markt für Unternehmens-Schuldscheindarlehen weiterhin eine wichtige Rolle, wenngleich sowohl die Anzahl als auch das Volumen von nachhaltigen Schuldscheindarlehen im Jahr 2024 rückläufig waren. Dieser Trend war vor allem getrieben durch einen Rückgang der „ESG-linked“ Variante, während das Volumen an „Green/Social“ Schuldscheindarlehen gestiegen ist.
Laut der jährlich durchgeführten Investorenumfrage der DZ Bank zu den weiteren Perspektiven am Unternehmens-Schuldscheindarlehensmarkt geht ein Großteil der Investoren (39 Prozent) für das Jahr 2025 davon aus, dass das Gesamtemissionsvolumen über dem Vorjahr liegen wird. Der Löwenanteil der Marktteilnehmer stehe dem Schuldscheindarlehen grundsätzlich weiterhin positiv gegenüber. Gleichzeitig rechne eine große Mehrheit mit höheren Spreads. Darüber hinaus komme „ESG-linked“ und „Green/Social“ Schuldscheindarlehen weiterhin eine größere Bedeutung zu. In Summe geht die DZ Bank für das Jahr 2025 davon aus, dass das Emissionsvolumen im laufenden Jahr ungefähr das Niveau des Jahres 2024 erreichen wird. (DFPA/mb1)
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