„Globaler Vermögensverwaltungsbericht 2026“: Ein Gebot für Wachstum
Über ein Jahrzehnt lang leisteten die steigenden Märkte den Großteil der Arbeit. Das Vermögen wuchs, und die Umsätze folgten. Diese Dynamik mag zwar noch nicht vorbei sein, aber sie wird die Branche nicht länger tragen. Das ist ein Ergebnis des ersten Teils eines dreiteiligen Jahresberichts über die globale Vermögensverwaltungsbranche und die Trends, die ihre Zukunft prägen („Global Asset Management Report 2026: An Imperative for Growth“) der Unternehmens- und Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG).
Das weltweit verwaltete Vermögen (AuM) erreichte 2025 147 Billionen US-Dollar, ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die durchschnittlichen Gewinnmargen weiterhin über 30 Prozent lagen. Die Branche erweise sich als widerstandsfähig. Allerdings wurden mehr als 80 Prozent des Bruttoumsatzwachstums im Jahr 2025 durch Marktentwicklungen getrieben, was die anhaltende Abhängigkeit von externen Faktoren unterstreiche.
Die Vermögensverwaltungsbranche erscheine widerstandsfähig. Doch die Kräfte, die die Kapitalströme und die Akteure, die davon profitieren, verändern, beschleunigen sich. Die Ära, in der steigende Kurse das Branchenwachstum ankurbelten, neigt sich dem Ende zu.
Privatanleger, beitragsorientierte Altersvorsorgekonten und digitale Plattformen sind heute die Haupttreiber des Vermögenswachstums. Bis 2048 werden in den USA fast 124 Billionen US-Dollar zwischen den Generationen übertragen und zunehmend in die Hände digitaler Anleger gelangen.
Das nächste Wachstumsmodell basiere auf Vertrieb, operativer Hebelwirkung und KI, die Kostensenkungen von 25 bis 35 Prozent und eine drei- bis fünffache Steigerung der Kundenabdeckung ermöglichen könnten. (DFPA/mb)
Die Boston Consulting Group ist eine weltweit tätige Unternehmens- und Strategieberatung und wurde im Jahr 1963 gegründet.