Illiquiditätsprämien bei Private Debt weiter über langem Mittel
Private-Debt-Anlagen haben im dritten Quartal 2025 trotz beruhigter Kapitalmärkte weiterhin eine überdurchschnittliche Illiquiditätsprämie geboten und damit gegenüber börsennotierten Unternehmensanleihen an Attraktivität gewonnen.
Die Illiquiditätsprämien im Markt für Investment-Grade-Private-Debt lagen im dritten Quartal 2025 über ihrem langfristigen Durchschnitt. Nach Angaben des britischen Vermögensverwalters Aviva Investors beruht diese Entwicklung vor allem darauf, dass die Spreads an den öffentlichen Anleihemärkten stärker gefallen sind als im außerbörslichen Kreditsegment. Außerdem begründen die Experten die Attraktivität mit der starken Verengung der Spreads von börsennotierten Unternehmensanleihen seit Mitte 2022, während die Spreads privater Schuldtitel vergleichsweise stabil geblieben sind.
Besonders hoch fielen die Prämien im Bereich der forderungsbesicherten Finanzierungen (Asset-Based Finance) aus, die neben einer Illiquiditäts- auch eine Komplexitätsprämie enthalten. Die Analyse stützt sich auf mehr als 2.100 Private-Debt-Transaktionen über 28 Jahre und einen Vergleich mit Referenzindizes für Investment-Grade-Anleihen von ICE BofAML, wie Aviva Investors mitteilte. (DFPA/abg)
Aviva Investors ist der Vermögensverwaltungszweig von Aviva plc, einer weltweit tätigen Versicherungsgruppe mit Sitz in London. Das Unternehmen bietet weltweit Anlagelösungen und Investmentdienstleistungen für Anleger an. Es ist in neun Ländern im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa und Nordamerika vertreten und verwaltet ein Anlagevolumen von 238 Milliarden britischen Pfund. (Stand: 31. Dezember 2024)