Das weltweite Bürovermietungsvolumen stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent, unterstützt durch die Lockerung der Geldpolitik, die Mäßigung des Personalabbaus und die Rückkehr ins Büro. Auch die Nachfrage im Einzelhandel und im Gastgewerbe ist nach wie vor stark. Das ist das Ergebnis der aktuellen “Global Real Estate Perspective“ des Immobiliendienstleisters JLL.
Die wirtschaftlichen Aussichten sind zwar nach wie vor riskant, aber im Großen und Ganzen positiv: Eine sinkende Inflation und weitere Zinssenkungen dürften im nächsten Jahr in den meisten wichtigen Märkten zu einem ähnlichen oder höheren Wachstum des Bruttoinlandsproduktes führen.
Das dritte Quartal erwies sich als bedeutsam für die Stabilisierung der Immobilienkapitalmärkte. Die Anlegerstimmung verbesserte sich im Vergleich zum Jahresende 2023 weiter, und es gab immer mehr Signale für einen neuen Liquiditätszyklus. Das Volumen der Kreditvergabe tendierte nach oben, und niedrigere Indexzinsen verbesseren die Fremdkapitalkosten in den meisten Märkten weltweit.
Die Gebotsaktivität insgesamt hat sich im Laufe des Quartals weiter verbessert, obwohl die Bedingungen aufgrund des aktuellen Zinsumfelds von Markt zu Markt unterschiedlich sind. Die Transaktionsaktivität erholt sich am schnellsten in Märkten, in denen Preisanpassungen transparenter sind, allen voran in den USA und Großbritannien. Das weltweite Direktinvestitionsvolumen ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent und seit Jahresbeginn um sechs Prozent gestiegen. Die Preise stabilisierten sich und die Renditen in den günstigen Sektoren sanken.
Mit Blick auf die Zukunft wurden die Prognosen für das Wirtschaftswachstum nach oben korrigiert. Die Risiken bleiben jedoch dynamisch und dürften zu anhaltender Volatilität führen. (DFPA/ljh)
Jones Lang Lasalle Incorporated (JLL) ist ein international tätiges Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobiliensektor mit Sitz in Chicago.
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