Immobilienpreise vor neuem Rekord
Der deutsche Immobilienmarkt setzt seine Erholung fort und könnte laut Immobilienportal Immowelt 2026 sogar auf neue Preishöchststände zusteuern. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Angebotspreise für Wohneigentum bundesweit erneut moderat. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich zwischen Oktober und Dezember um 1,3 Prozent auf durchschnittlich 3.260 Euro pro Quadratmeter, Einfamilienhäuser um 0,5 Prozent auf 2.810 Euro. Auf Jahressicht legten die Wohnungspreise somit um 4,6 Prozent zu, Häuser um 2,0 Prozent.
Ein geringes Angebot, zu wenig Neubau und ein weiteres Bevölkerungswachstum in Ballungsräumen werde mit hoher Sicherheit auch 2026 die Nachfrage nach Immobilien hochhalten. Damit dürfte sich die aktuelle Entwicklung fortsetzen. Zwar liegt das Preisniveau weiterhin unter dem Höchststand von 2022, jedoch könnten bereits 2026 neue Rekordwerte erreicht werden.
Besonders deutlich zeigt sich die Preisdynamik bei Eigentumswohnungen: In 13 der 15 größten deutschen Städte stiegen die Angebotspreise für Bestandswohnungen im vierten Quartal. Besonders dynamisch entwickelten sich München (plus 2,1 Prozent auf 8.246 Euro pro Quadratmeter) und Hamburg (plus 2,2 Prozent auf 5.994 Euro). Auch Frankfurt am Main verzeichnete einen weiteren Anstieg (plus 1,2 Prozent). Lediglich zwei Städte zeigten in den vergangenen Monaten eine Entwicklung, die nicht dem Wachstumstrend entsprach: Während die Preise in Berlin stabil blieben, gaben sie in Köln leicht nach (minus 0,6 Prozent).
Der Markt für Einfamilienhäuser zeigt sich differenzierter: In hochpreisigen Städten wie München (minus 2,1 Prozent) und Stuttgart (minus 1,0 Prozent) sanken die Preise zuletzt. Angesichts tendenziell höherer Preise für Einfamilienhäuser im Gegensatz zu Wohnungen sowie meist höheren Modernisierungskosten können oder wollen Käufer in hochpreisigen Städten die geforderten Preise nicht bezahlen, sodass es zu kleineren Anpassungen kommt. Wo das Preisniveau aber im Vergleich aber niedriger ist, sorgt die anhaltende Nachfrage noch für einen Anstieg der Angebotspreise: Das ist in Nürnberg (plus 3,9 Prozent), Hannover (plus 3,6 Prozent) sowie Leipzig und Dortmund der Fall.
Das Angebot an Kaufimmobilien sei schon jetzt vielerorts geringer als die Nachfrage. Zudem wird zu wenig und zu langsam neugebaut. Durch steigende Mieten und ein ebenfalls zu geringes Angebot könne auch der Mietmarkt nur bedingt für Entlastung am Wohnungsmarkt sorgen. Die Nachfrage nach Kaufimmobilien dürfte somit auch 2026 robust bleiben und die Preise von Immobilien stabilisieren. Setzt sich die aktuelle Entwicklung fort, könnte der Immobilienmarkt im Laufe des Jahres 2026 neue Höchststände erreichen. (DFPA/mb)
Die Immowelt AG ist ein IT-Spezialist für die Immobilienwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Die Immowelt Group ist eine Tochter des Medienkonzerns Axel Springer..