Die deutschen Banken erwarten durch das 500-Milliarden-Infrastrukturpaket der Bundesregierung einen deutlichen Schub für ihr Kreditgeschäft. Besonders die Commerzbank sieht ihre Expansionspläne bestätigt: Sie will das Firmenkreditvolumen bis 2028 um rund 35 Prozent auf 140 Milliarden Euro steigern und hat bereits im ersten Halbjahr ein deutliches Plus erzielt.
Auch Sparkassen, Deutsche Bank und ING rechnen mit steigender Nachfrage, da große Investitionen in Verkehr, Energie und Bau die Auftragslage im Mittelstand verbessern dürften. Viele kleinere und mittlere Unternehmen zeigen nach Jahren der Zurückhaltung wieder mehr Investitionsbereitschaft. Eine Herausforderung bleibe jedoch die Finanzierung kommunaler Energie- und Infrastrukturprojekte: Stadtwerke sind oft hoch verschuldet und benötigen zusätzliches Eigenkapital, um kreditfähig zu bleiben. Förderbanken prüfen deshalb Modelle wie Mezzanine-Finanzierungen, während Sparkassen bereits Beteiligungsprojekte umgesetzt haben. Insgesamt sehen die Banken in den geplanten Investitionen erhebliches Potenzial, sowohl für klassische Kredite als auch für ergänzende Produkte wie Garantien oder Leasing. Ökonomen mahnten allerdings zu Vorsicht: Ohne strukturelle Reformen und einen verlässlichen regulatorischen Rahmen könnte privates Kapital ausbleiben, und die erhoffte Belebung bliebe hinter den Erwartungen zurück. (DFPA/mb)
Die Commerzbank ist eine international agierende Geschäftsbank. Mit den Geschäftsbereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates/Markets und Central [&] Eastern Europe bietet die im Jahr 1870 gegründete Bank ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen an.