Das Jahr 2025 war für Anleger bislang herausfordernd. Vor allem die geopolitischen Entwicklungen haben für Unsicherheit und höhere Kursschwankungen gesorgt. Insgesamt blickt jedoch die Hälfte der Anleger in Deutschland optimistisch auf die Aktienmärkte, so die Umfrageergebnisse von Fidelity. Fidelity hat 1.000 Privatanleger in Deutschland im Rahmen der „European Investor Sentiment Survey“ befragt, um das Anlegerverhalten in Europa zu ermitteln.
Der optimistische Blick auf den Aktienmarkt könnte durch die jüngste Markterholung nach dem Abverkauf im Zuge des „Liberation Day“, als Donald Trump weitreichende Zollerhöhungen ankündigte, begünstigt worden sein. So erwarteten 29 Prozent der Befragten, dass die Märkte stabil bleiben, während nur 19 Prozent eine pessimistischere Prognose abgaben.
Auf die Frage, wie sich ihr Anlageverhalten in den nächsten zwölf Monaten ändern könnte, antworteten 41 Prozent der deutschen Anleger, wahrscheinlich weniger zu investieren. Wesentliche Gründe dafür sind geopolitische Risiken, die höhere Unsicherheit und Marktschwankungen. Diejenigen, die eine Reduktion ihre Investitionen planen, wollen im Durchschnitt in den nächsten zwölf Monaten rund 4.000 Euro weniger investieren.
Mit höheren Marktvolatilitäten umgehen
Als Reaktion auf die gestiegene Marktvolatilität haben 22 Prozent der befragten Anleger in Deutschland einen Finanzberater konsultiert. 43 Prozent gaben an, dass Marktschwankungen ihr Verhalten nicht beeinflussen und dass sie an ihrer langfristigen Strategie festhalten. 18 Prozent gaben an, dass sie in der Regel ihre Anlagen in volatilen Zeiten aufgestockt haben, indem sie die Kursrücksetzer für Käufe genutzt haben.
Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass Anleger in Deutschland besonnen auf die Marktunsicherheiten reagieren. Während viele an ihrer Strategie festhalten, suchen andere nach Unterstützung durch Experten oder passen ihre Strategie umsichtig an. Dies könne als Anzeichen für ein wachsendes Bewusstsein und ein langfristig ausgerichtetes Denken gewertet werden. Mehr als ein Drittel (41 Prozent) der deutschen Anleger gaben an, dass sie inländische Anlage als Kaufgelegenheit für das kommende Jahr bevorzugen. An zweiter Stelle folgen Europa- (29 Prozent) und globale Investments (22 Prozent). Die beliebtesten Anlageformen unter deutschen Anlegern sind Aktien (49 Prozent), gefolgt von Rohstoffen (23 Prozent). Auffallend war zudem das große Interesse an Kryptoanlagen, die von 22 Prozent der Investoren als Kaufgelegenheit für das kommende Jahr genannt wurden. (DFPA/mb)
Fidelity International bietet Investment- und Altersvorsorgelösungen an. Das unabhängige Unternehmen in Privatbesitz ist an 25 Standorten vertreten und verwaltet ein Vermögen von rund 834 Milliarden Euro.