"JLL-Büro-Immobilienuhr": Durchaus Dynamik auf dem europäischen Vermietungsmarkt im dritten Quartal

Die europäischen Spitzenmieten sind im dritten Quartal 2022 weiter gestiegen. Der europäische Büromietindex erhöhte sich laut der „Büro-Immobilienuhr“ des Immobiliendienstleisters JLL im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent und verzeichnete damit den zweitstärksten vierteljährlichen Anstieg seit 2010. Das jährliche Plus liegt mit fünf Prozent deutlich über dem Fünfjahresschnitt von 3,6 Prozent. Premiumbüros entwickelten sich hinsichtlich Auslastung und Preisgestaltung weiterhin deutlich besser als Objekte von geringerer Qualität.

„Die meisten Büromärkte befinden sich jetzt in den Wachstumsquadranten der Büro-Immobilienuhr und wir rechnen kurzfristig nicht mit einem größeren Rückgang bei den Spitzenmieten“, sagt Hela Hinrichs, Senior Director EMEA Research & Strategy. Eine Reihe von Märkten weise für das dritte Quartal sogar gegenläufige Bewegungen auf, was auf verbesserte Aussichten für das Mietwachstum hindeute. So verzeichneten beispielsweise Barcelona, Warschau und Lyon aufgrund der angespannten Marktbedingungen für Spitzenprodukte ein über den Erwartungen liegendes Wachstum. Mietsteigerungen zum Vorquartal wurden in 18 der 23 Indexmärkte registriert, am deutlichsten in Lyon (10,3 Prozent), Rotterdam (8,2 Prozent), Brüssel (4,8 Prozent), Amsterdam (4,2 Prozent), Mailand (3,8 Prozent), Prag (3,8 Prozent), Hamburg (3,1 Prozent) und Dublin (3,1 Prozent). In allen anderen europäischen Indexmärkten blieben die Spitzenmieten stabil.

Trotz des erheblichen makroökonomischen Gegenwinds zeigen die europäischen Büromärkte weiterhin Stärke. Mit 2,6 Millionen Quadratmetern stieg der Flächenumsatz im dritten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um 18 Prozent. Die aktivsten Sektoren in ganz Europa waren Biowissenschaften (Life Science), Finanzen, unternehmensbezogene Dienstleistungen und insbesondere die Rechtsberatung. Der Technologiesektor habe in den meisten europäischen Städten dagegen deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Dies sei zum Teil auf die begrenzte Start-up-Finanzierung zurückzuführen, aber auch einige der größeren Technologieunternehmen sind angesichts der zunehmenden Unsicherheit vorsichtiger geworden. In den vergangenen zwei Jahrzehnten dauerte es zwischen drei und fünf Quartale, bis sich makroökonomische Verschiebungen in den Umsatzzahlen niederschlugen. Daher seien die Aussichten für die nächsten zwölf Monate eher verhalten. Auf regionaler Ebene verzeichnete Westeuropa (plus 14 Prozent im Jahresvergleich) Steigerungen beim vierteljährlichen Flächenumsatz. Deutlich kräftiger zog der Flächenumsatz in der CEE-Region mit plus 53 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal an. Auf Stadtebene verzeichneten Prag (198 Prozent), Stockholm (104 Prozent), Dublin (70 Prozent), Madrid (49 Prozent) und Mailand (44 Prozent) die stärksten Zuwächse beim Vermietungsvolumen. In Berlin (33 Prozent), Hamburg (22 Prozent) und Luxemburg (28 Prozent) fiel der Anstieg im Vergleich dazu geringer aus. Einen deutlichen Rückgang verbuchten die Büromärkte in Düsseldorf (minus 53 Prozent) und Barcelona (minus 31 Prozent).

Der deutsche Vermietungsmarkt habe sich im dritten Quartal gut behauptet. Der Flächenumsatz in den sieben Immobilienhochburgen summiert sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf knapp 2,8 Millionen Quadratmeter, ein Anstieg um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (DFPA/mb1)

Jones Lang Lasalle Incorporated ist ein international tätiges Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobiliensektor mit Sitz in Chicago. Das Unternehmen bietet unter der Marke JLL in mehr als 80 Ländern Dienstleistungen für Eigentümer, Nutzer und Investoren an.

www.jll.de

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