Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüße die im Bundeshaushalt 2025 wieder aufgenommene KfW-55-Förderung, die Förderung insbesondere energieeffizienten Bauens. Die Immobilienwirtschaft habe die Wiederherstellung der Förderfähigkeit, die auch im Koalitionsvertrag enthalten ist, wiederholt und mit Nachdruck gefordert.
Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA, sagt: „Die Wiederaufnahme der Förderung ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber kein nachhaltiger Kurswechsel. Die Mittel stammen aus dem Programm ‚Gewerbe zu Wohnen‘ und wurden umgewidmet – das wirft Fragen zur strategischen Ausrichtung auf. Außerdem sind 59 Millionen Euro – angesichts des enormen Bedarfs im Wohnungsbau – ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein.“ Notwendig sei jetzt die Priorisierung des Bundesbauministeriums, damit die Wiederaufnahme der Förderung kommt – so wie im Koalitionsvertrag festgehalten. Die Abgeordneten der Regierungskoalition sind gefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die vereinbarten Ziele aktiv voranzutreiben.
Aygül Özkan weiter: „Die Immobilienwirtschaft braucht ein starkes Signal für Investitionen in bezahlbaren Wohnraum. Die Wiederaufnahme der KfW-55-Förderung in 2025 ist ein erster Ansatz, muss aber 2026 fortgesetzt und mit ausreichend Mitteln ausgestattet werden. Nach brancheninterner Schätzung könnten durch die Wiedereinführung der Förderung bis zu 51.000 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern entstehen.” Der erforderliche Förderaufwand sei mit rund 1,5 Milliarden Euro (für Zuschüsse und Zinsverbilligungen über zehn Jahre) überschaubar, könne aber eine enorme Wirkung entfalten. (DFPA/ljh)
Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter mehr als 30 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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