Der US-Dollar steht laut Einschätzung von Experten vor einem langfristigen Abschwung. Auslöser seien jüngste Zollankündigungen der US-Regierung, die an den Finanzmärkten Sorgen über eine Eskalation des weltweiten Handelskonflikts ausgelöst hätten, so Gautam Kalani, Emerging Markets-Stratege und Portfoliomanager beim kanadischen Vermögensverwalter RBC Bluebay Asset Management, in einer aktuellen Analyse.
Die Folge könnte das Ende eines 15-jährigen Dollar-Bullenmarkts sein: „Wir stehen an einem Wendepunkt. Der Dollar ist strukturell überbewertet – das macht Schwellenländeranleihen in lokaler Währung zur derzeit attraktivsten Anlageklasse im globalen Rentenmarkt“, schreibt Kalani.
Bereits erste Kapitalumschichtungen seien erfolgt – unter anderem in klassische „sichere Häfen“ wie Euro, Yen und Schweizer Franken. Kalani erwartet jedoch eine breitere und längerfristige Schwächung des Dollars. Dies zwinge Investoren dazu, neue Wege der Kapitalallokation zu suchen – nicht nur zur Absicherung, sondern auch zur Generierung von Rendite.
Besonders aussichtsreich seien lokale Zinsmärkte in Schwellenländern: In vielen Ländern seien die Leitzinsen hoch und die Inflation stabil, was Spielraum für Zinssenkungen eröffne – gerade dann, wenn sich das Wachstum infolge der Zölle abschwäche. Auch Währungen aus Schwellenländern könnten profitieren, sobald sich die Auswirkungen des Wachstumsdämpfers legen.
Fazit: Schwellenländeranleihen in lokaler Währung bieten laut Kalani nicht nur attraktive Ertragschancen, sondern auch hohe Diversifikation – und könnten zu den klaren Gewinnern eines strukturellen Dollar-Rückgangs zählen. (DFPA/abg)
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RBC Bluebay Asset Management gehört zu RBC Global Asset Management und ist die Vermögensverwaltungsabteilung der Royal Bank of Canada (RBC) in EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika sowie APAC (Asien-Pazifik).