Der britische Investor Bullhound Capital sieht in Dual-Use-Technologien – also Innovationen mit ziviler und militärischer Anwendung – einen Schlüssel zu Europas technologischer Souveränität und langfristigem Wachstum.
In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht fordert das Unternehmen gezielte Reformen bei der staatlichen Beschaffung, eine stärkere Koordination zwischen EU-Staaten und mehr Wachstumskapital für Deep-Tech-Start-ups.
Trotz exzellenter Forschung hinke Europa bei Produktivität und F[&]E-Investitionen hinterher, so die Autoren. Insbesondere Start-ups in Bereichen wie Quanten-Navigation, Künstliche Intelligenz, sichere Kommunikation und autonome Systeme benötigten frühzeitig hohe Investitionssummen – oft vor Erreichen erster Umsätze. Wachstumsinvestoren müssten deshalb früher in den Finanzierungszyklus einsteigen.
Staatliche Aufträge und Fördermittel könnten das Risiko für Investoren mindern und den Markteintritt beschleunigen. Gleichzeitig bremsten fragmentierte Beschaffungsprozesse, unterschiedliche nationale Strategien und Bürokratie die Skalierung. „Dual-Use-Technologien sind eine praktische Möglichkeit, Europas strategische Autonomie zu stärken und Innovation anzutreiben“, sagte Bullhound-Partner Ben Prade.
Investoren spiele dabei laut dem Bericht eine zentrale Rolle, indem sie früh vielversprechende Technologien identifizieren und deren Entwicklung langfristig absichern. (DFPA/abg)
Den vollständigen Report finden Sie hier.
Bullhound Capital ist die Investment-Management-Sparte von GP Bullhound, einer britischen Technologieberatungs- und Investmentfirma, die Transaktionsberatung und weltweit Kapital für Startups und Gründer bereitstellt. Bullhound Capital unterstützt Gründer beim Aufbau marktführender Technologieunternehmen.