Geopolitische Spannungen, demografische Verschiebungen und dauerhaft höhere Kapitalkosten werden das Investmentjahr 2026 maßgeblich bestimmen. Darauf weist Ali Dibadj, CEO beim Vermögensverwalter Janus Henderson Investors, in einem aktuellen Marktausblick hin.
Dibadj zufolge greifen Regierungen verstärkt in Wirtschaft und Handel ein, was sich quer über alle Branchen – von Technologie über Energie bis Verteidigung – auswirken dürfte. Der globale Trend zu regionalen Lieferketten erhöhe die Volatilität, eröffne aber zugleich Chancen, etwa durch staatlich geförderte Innovationen in Europa. Als zweiten dominanten Treiber nennt Dibadj künstliche Intelligenz: Die weltweiten KI-Ausgaben könnten 2026 auf 500 Milliarden US-Dollar steigen und Produktivitätsschübe in zahlreichen Sektoren auslösen, besonders im Gesundheitswesen.
Auch die Zinslandschaft bleibe ein entscheidender Faktor. Trotz jüngster Rückgänge dürften die Kapitalkosten spürbar über dem Niveau der vergangenen Dekade liegen, was laut Dibadj die Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern am Markt vergrößert und aktives Management begünstigt. Für Anleger ergäben sich 2026 attraktive Möglichkeiten im Fixed Income sowie im Bereich privater Kredite, insbesondere in Asset-Backed-Finance und Schwellenländern. Darüber hinaus betont Dibadj die wachsende Bedeutung kundenzentrierter Vermögensverwaltung – von ETFs über alternative Anlagen bis hin zu tokenisierten Investmentlösungen. (DFPA/abg)
Die Janus Henderson Group ist ein Vermögensverwalter mit Sitz in London. Das Unternehmen verwaltet ein Anlagevermögen von etwa 345 Milliarden US-Dollar und hat über 2.000 Mitarbeiter sowie Büros in 25 Städten weltweit (Stand: 31. März 2025).