Künstliche Intelligenz (KI) ist bislang noch ein Hoffnungswert an den Börsen – die Hoffnungen gehen aber mittlerweile in die Billionen. Rechenzentren und Training der KI-Modell benötigen allerdings immer mehr Strom. „Die Erneuerbaren Energien spielen bei der Verbreitung der Zukunftstechnologie also eine Schlüsselrolle“, kommentiert Markus Voigt, Executive Chairman des Investment- und Asset-Managers Aream Group.
Der globale Markt für KI wächst: Von 190 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 gehen die Schätzungen auf nahezu fünf Billionen US-Dollar bis 2033. Bereits 2026 sollen die weltweiten Ausgaben für KI 2,5 Billionen Dollar überschreiten. Parallel dazu steigt der Energiebedarf der digitalen Infrastruktur massiv an. Analysen der UN zeigen: Rechenzentren, das Rückgrat der KI, verbrauchten bereits 2025 rund 450 Terawattstunden (TWh) Strom. Wäre KI ein Land, läge es damit weltweit auf Platz elf. Bis 2030 könnte dieser Bedarf auf bis zu 1.000 TWh steigen. Damit würde der Stromverbrauch von Rechenzentren ganze Volkswirtschaften übertreffen.
Besonders energieintensiv ist das Training moderner KI-Modelle: Allein GPT-4 benötigte über 100 Tage schätzungsweise bis zu 70 GWh Strom und damit rund 50-mal mehr als GPT-3, so die UN.
Die deutschen Solaranlagen im Aream-Portfolio litten im abgelaufenen Juni unter Abregelungen, es werden circa 1.300 Megawattstunden (MWh) kompensiert. Darüber hinaus kosteten eine längere Netzabschaltung und Störungen der Wechselrichter im Zuge der hohen Temperaturen zusammen rund 300 MWh. Der Soll-Wert wurde daher nur zu 79 Prozent erreicht. Zieht man allerdings die zu kompensierenden Mengen hinzu, kommt man auf eine Zielerreichung von 97 Prozent.
Das Windaufkommen entsprach im Juni laut Unternehmen den Erwartungen. Verhindert wurde ein besseres Ergebnis der Aream-Anlagen allerdings durch eine Abregelung (etwa 850 MWh), eine mehrtägige Störung in einem Pitchsystem (circa 125 MWh) und einem zehntägigen Anlagenstillstand aufgrund von Netzarbeiten. Der Soll-Wert wurde zu rund 88 Prozent erreicht. (DFPA/mb)
Die Aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien.