Künstliche Intelligenz (KI) könnte in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Treiber für Innovationen im Gesundheits- und Technologiesektor werden. Das erklärten Experten des Vermögensverwalters Janus Henderson Investors auf ihrer Investmentkonferenz in New York.
Besonders in der Arzneimittelentwicklung eröffne KI erhebliche Effizienzpotenziale: Die Dauer bis zur Zulassung neuer Medikamente ließe sich von heute sieben Jahren deutlich verkürzen – mit KI-gestützten Verfahren könnte auch die Prüfung durch die US-Zulassungsbehörde FDA von über zwölf auf etwa drei Monate reduziert werden.
Auch im Praxisalltag könnten KI-Modelle Ärztinnen und Ärzte entlasten, indem sie administrative Aufgaben automatisieren und so mehr Zeit für Patientengespräche schaffen. „KI wird reale Mehrwerte in Billionen-Dollar-Märkten freisetzen – vorausgesetzt, es wird in die richtigen Unternehmen investiert“, sagte Agustin Mohedas, Portfoliomanager bei Janus Henderson.
Im Technologiesektor sieht sein Kollege Richard Clode ebenfalls einen Wendepunkt: Statt Daten seien künftig Tokens der wertvollste Rohstoff. KI-gestützte Anwendungen wie Robotaxis oder humanoide Roboter entwickelten sich rasant. Zugleich warnt Clode vor überzogenen Erwartungen: Zwischen technologischem Durchbruch und wirtschaftlicher Umsetzung bestehe oft ein erheblicher Zeitverzug. Für Anleger bedeute das: Aktives Management und gezielte Titelauswahl seien wichtiger denn je. (DFPA/abg)
Die Janus Henderson Group ist ein Vermögensverwalter mit Sitz in London. Das Unternehmen verwaltet ein Anlagevermögen von etwa 345 Milliarden US-Dollar und hat über 2.000 Mitarbeiter sowie Büros in 25 Städten weltweit (Stand: 31. Dezember 2024).