Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Sportwelt grundlegend: Sie verbessert nicht nur Training und Spieltaktiken, sondern auch die Talentsuche, Vertragsverhandlungen und das Fanerlebnis. Das geht aus einer aktuellen Analyse des britischen Vermögensverwalters Janus Henderson Investors hervor.
Demnach nutzen immer mehr Sportteams KI-gestützte Datenanalysen zur Leistungsoptimierung, etwa durch tragbare Sensoren, Videotechnik und prädiktive Modelle. Auch bei der Fußball-EM, Olympischen Spielen oder in der US-amerikanischen NFL kämen entsprechende Technologien bereits zum Einsatz.
Beispiele wie der FC Liverpool oder Manchester City zeigen laut den Analysten, wie datenbasierte Entscheidungen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen. Bei den Vertragsverhandlungen von Kevin De Bruyne etwa kamen eigens beauftragte Datenanalysten statt klassischer Spielervermittler zum Einsatz. Parallel verändert KI das Zuschauerverhalten. Streamingdienste, personalisierte Highlight-Clips und interaktive Inhalte gewinnen an Bedeutung – vor allem bei der jungen Generation. Neue Technologien wie 5G und Virtual Reality ermöglichen immersive Spielerlebnisse und tragen zur „Gamification“ von Sport bei.
Laut Janus Henderson könnte der Markt für KI im Sport bis 2030 auf 2,6 Milliarden US-Dollar anwachsen. Angetrieben werde diese Entwicklung durch das Mooresche Gesetz, Cloud Computing und Fortschritte im maschinellen Lernen. „Innovation und Sport sind eine starke Kombination“, betonen die Autoren – auch mit Blick auf Anlagechancen bei Unternehmen, die frühzeitig auf KI setzen. (DFPA/abg)
Die Janus Henderson Group ist ein Vermögensverwalter mit Sitz in London. Das Unternehmen verwaltet ein Anlagevermögen von etwa 3345,5 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2025).