Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist nach wie vor ungebrochen. Zugleich wird die Umsetzung dieses Traums für viele immer schwerer. Hohe Immobilienpreise und schwankende Zinsen sind große Herausforderungen und sorgen für Verunsicherung. Lag der Bauzins vor wenigen Jahren noch teilweise unter einem Prozent, so liegt er heute bei rund 3,5 Prozent. Wie er sich weiterentwickelt, ist aktuell schwer vorherzusagen. Vor diesem Hintergrund rückt laut Bausparkasse LBS ein Finanzierungs- Klassiker als Zinssicherungselement wieder stärker in den Fokus: das Bausparen.
„Wichtig ist, dass die Finanzierung immer individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt und langfristig tragbar ist”, sagt Kathrin Hartwig von der LBS. Denn in Deutschland werden klassische Baukredite oft nur für einen Zeitraum von zehn Jahren mit festen Zinskonditionen abgeschlossen. Nach Ablauf der Zinsbindung muss der Restbetrag des Kredits zu den dann aktuellen Konditionen neu finanziert werden. Falls zu diesem Zeitpunkt die Zinsen höher sind als beim Kreditabschluss, wird die monatliche Belastung der Anschlussfinanzierung erheblich höher sein. Ein Anstieg der Zinsen um ein oder zwei Prozentpunkte verteuert ein Wohnbaudarlehen gleich um viele tausend Euro.
Wie sich die Bauzinsen entwickeln, sei unsicher. Aber eine Rückkehr zum historischen Zinstief ist laut LBS unwahrscheinlich. Umso wichtiger sei es, sich günstige Konditionen langfristig zu sichern: für den künftigen Immobilienerwerb oder für eine Anschlussfinanzierung in einigen Jahren.
Bausparen biete eine Möglichkeit, sich vor steigenden Zinsen zu schützen und unabhängig von den Zinsentwicklungen des Kapitalmarktes zu sein, denn die Konditionen für das spätere Darlehen sind bereits bei Vertragsabschluss bis zur letzten Rate festgeschrieben. So lasse sich ein günstiger Zinssatz über einen langen Zeitraum sichern. (DFPA/mb)
Die LBS-Gruppe betreibt das Bauspargeschäft der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie besteht aus fünf Landesbausparkassen mit regional abgegrenzten Geschäftsgebieten.