Die London School of Economics (LSE) will ein neues Rahmenwerk für die sogenannte Impact-Ökonomie entwickeln. Ziel ist es, private Kapitalmärkte stärker auf soziale und ökologische Wirkung auszurichten und bestehende Finanzstrukturen systematisch weiterzuentwickeln.
Im Zentrum steht laut Autorin Leah Hodgson vom niederländischen Informationsportal ImpactInvestor die Frage, wie private Kapitalströme so strukturiert werden können, dass sie stärker zur Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen beitragen.
Das Vorhaben ist Teil des von Kieron Boyle geleiteten „Impact Economy Project“ sowie der Zusammenarbeit mit Antony Bugg-Levine, der als einer der Mitbegründer des Begriffs Impact Investing gilt. Bugg-Levine beschreibt das Konzept als Versuch, Bedingungen zu schaffen, unter denen ein relevanter Teil der weltweit verfügbaren privaten Kapitalbestände systematisch in wirkungsorientierte Investitionen gelenkt wird.
Boyle betont, dass die sogenannte Impact-Ökonomie bereits einen erheblichen Anteil der Wirtschaftsleistung ausmache, bislang aber weder ausreichend sichtbar noch systematisch finanziert sei. Ziel des Projekts sei es daher, bestehende Aktivitäten zu bündeln, empirisch zu analysieren und in ein strukturiertes „Playbook“ für Kapitalmarktgestaltung zu überführen.
Statt einzelne Investoren zu überzeugen, solle untersucht werden, welche institutionellen und regulatorischen Rahmenbedingungen Kapitalflüsse unabhängig von individuellen Motivlagen in gesellschaftlich erwünschte Bereiche lenken könnten. Als historische Beispiele nennen die Autoren unter anderem staatlich garantierte Hypothekenmodelle sowie internationale Finanzierungsmechanismen im Gesundheitsbereich.
Die Initiative soll über mehrere Jahre historische Fallstudien auswerten und daraus Prinzipien für die Steuerung von Kapitalmärkten ableiten, die von Regierungen, Stiftungen und institutionellen Investoren genutzt werden können. (DFPA/abg)
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Die London School of Economics and Political Science (LSE) ist eine international ausgerichtete, spezialisierte Universität mit Schwerpunkt auf den Sozialwissenschaften, darunter insbesondere Wirtschaft, Politikwissenschaft, Soziologie und Recht. Sie wurde 1895 von Sozialreformern gegründet und verfolgt den Anspruch, durch Forschung und Lehre zum Verständnis und zur Lösung gesellschaftlicher und ökonomischer Herausforderungen beizutragen. LSE ist Teil der University of London und zählt regelmäßig zu den weltweit führenden Hochschulen in den Sozialwissenschaften.
The London School of Economics and Political Science – LSE