Nach Jahren beschleunigter Expansion bleibt die Nachfrage nach Cloud-, KI- und Computer-Kapazitäten hoch, doch Stromverfügbarkeit, Netzanschlüsse, Regulierung, Genehmigungsverfahren und lokale Akzeptanz bestimmen zunehmend, wo neue Rechenzentrumskapazitäten entstehen können. Das zeigt die aktuelle Analyse „Global Data Center Market Comparison 2026“ von Cushman [&] Wakefield.
Während Amerika weiterhin den globalen Markt dominiert, wächst auch die Region EMEA weiter – allerdings deutlich kontrollierter. Für EMEA weist die Studie 11,4 GW operative Kapazität, 2,7 GW im Bau und 12,1 GW geplante Kapazität aus. Damit wächst die Rechenzentrumskapazität in EMEA demnach nur um etwas mehr als das Doppelte, in Amerika dagegen um das Sechsfache.
„Der europäische Rechenzentrumsmarkt bleibt ein zentraler Bestandteil der globalen digitalen Infrastruktur, steht aber zunehmend unter dem Einfluss von Strom-, Flächen- und Regulierungsfragen“, sagt Martin Belik, Head of Valuation [&] Advisory Germany bei Cushman [&] Wakefield. „Frankfurt als größter deutscher Standort ist hierfür ein besonders gutes Beispiel: Die Nachfrage ist weiterhin hoch, verfügbare Kapazitäten sind knapp, und neue Entwicklungen werden immer stärker durch Standortfaktoren wie Energieversorgung, Genehmigungsfähigkeit und Nachhaltigkeitsanforderungen geprägt.“
Frankfurt zählt neben London, Dublin und Amsterdam zu den wichtigsten europäischen Rechenzentrumsstandorten und profitiert von seiner Rolle als etablierter Connectivity-, Cloud- und Unternehmensstandort. In der globalen Marktanalyse zeigt sich jedoch auch, dass Frankfurt im internationalen Standortwettbewerb nicht mehr primär über großflächige Expansionsmöglichkeiten punktet, sondern vor allem durch seine bestehende Marktstärke, Netzwerkinfrastruktur und stabile Nachfragebasis.[nbsp][nbsp][nbsp]
So erscheint Frankfurt im Ranking der Märkte mit besonders niedriger kurzfristiger Verfügbarkeit weltweit auf Rang 3. Bei geplanten Rechenzentren ist die Vorvermietungsquote besonders hoch. Damit bleibt Frankfurt ein strategisch bedeutender Nachfrage-Hotspot in Europa. Die Studie von Cushman [&] Wakefield steht HIER zum Download zur Verfügung. (DFPA/ljh)
Cushman [&] Wakefield zählt zu den führenden globalen Immobiliendienstleistern und bietet Unternehmen und Investoren Services rund um ihre Immobilien-Belange. Mit circa 52.000 Mitarbeitern in knapp 400 Niederlassungen und 60 Ländern zählt Cushman [&] Wakefield zu den Marktführern weltweit. In Deutschland ist das börsennotierte Unternehmen mit Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München vertreten.
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