Die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank und der Immobiliendienstleister CBRE haben auf einer Online-Presskonferenz die zweite Ausgabe ihres Marktreports zu ambulanten Gesundheitsimmobilien vorgestellt.
Während klassische Immobiliensegmente in den vergangenen beiden Jahren teilweise von Abwertungen und einer Korrektur betroffen waren, blieb der Markt für ambulante Gesundheitsimmobilien laut der beiden Unternehmen relativ stabil. Das Segment solle durch den Marktbericht noch mehr aus seinem „Nischendasein“ herauskommen, so meint Patrick Brinker, Head of Real Estate Investment Management bei Hauck Aufhäuser Lampe REIM. Das potenzielle Marktvolumen bei ambulanten Gesundheitsimmobilien wird von den Unternehmen mit rund 30 Milliarden Euro beziffert.
Definiert wird der Begriff der ambulanten Gesundheitsimmobilie als solcher Standort, der an einer gemeinsamen Adresse mindestens fünf gleiche (zum Beispiel fünf Arztpraxen) oder unterschiedliche Heilberufe-Einrichtungen aus den Bereichen Humanmedizin, Zahnmedizin, nichtärztliche Heilberufe (etwa Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie etc.), Apotheken und/oder ambulante Pflege vereine. Eine Analyse ergab einen Gesamtbestand von 3.441 „ambulanten Gesundheitsimmobilien“ in Deutschland. Im Jahr 2024 erreichte der deutsche Gesundheitsimmobilieninvestmentmarkt ein Transaktionsvolumen von 973 Millionen Euro, was dem Niveau des Vorjahres entsprach. Das dominierende Segment waren Pflegeheime mit einem Volumen von 489 Millionen Euro, gefolgt von Betreutem Wohnen mit 248 Millionen Euro, Kliniken und Rehabilitationskliniken mit 158 Millionen Euro sowie ambulante Gesundheitsimmobilien mit 79 Millionen Euro.
Internationale Investoren konnten im Jahresvergleich ihren Anteil um 39 Prozentpunkte auf rund 58 Prozent erhöhen, während die Portfolioquote um 21 Prozentpunkte auf 47 Prozent stieg. Die aktivsten Käufergruppen waren Asset- und Fondsmanager mit einem Volumen von 491 Millionen Euro, gefolgt von der Öffentlichen Hand mit 90 Millionen Euro, Corporates (Eigennutzern) mit 75 Millionen Euro und offenen Immobilien- und Spezialfonds mit 70 Millionen Euro.
Das Real Estate Investment Management der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank (HAL-REIM) legt für den Bereich „Soziale Infrastruktur“ zudem einen zweiten Fonds auf. Der „HAL Soziale Infrastruktur Deutschland 2“ investiert erneut in ambulante Gesundheitsimmobilien. Dabei handelt es sich wieder um einen Artikel-8-Fonds nach der EU-Offenlegungsverordnung, der sich ausschließlich an institutionelle Investoren richtet. Der Zielmarkt ist Deutschland, die Fondslaufzeit beträgt zwölf Jahre. Das Zielvolumen liegt bei mindestens 150 Millionen Euro. Die Ausschüttungsrendite (CoC – unlevered) soll mindestens 4,75 Prozent betragen. Näheres zum Fonds soll im April bekannt gegeben werden. (DFPA/mb1)
Hauck Aufhäuser Lampe ist aus der Fusion dreier traditionsreicher Privatbanken hervorgegangen: Georg Hauck [&] Sohn Bankiers in Frankfurt am Main, gegründet im Jahr 1796, das im Jahr 1852 in Bielefeld gegründete Bankhaus Lampe und Bankhaus H. Aufhäuser, seit dem Jahr 1870 in München am Markt. Die Privatbank fokussiert sich auf die vier Kerngeschäftsfelder Private und Corporate Banking, Asset Management, Asset Servicing und Investment Banking.
Die CBRE Group, Inc. mit Hauptsitz in Los Angeles und Deutschlandzentrale in Frankfurt am Main ist eines der großen internationalen Dienstleistungsunternehmen für Eigentümer, Investoren und Nutzer auf dem gewerblichen Immobiliensektor.