Neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben die Finanzmärkte erschüttert und auch Gold sowie Goldminenaktien belastet. Nach dem Angriff auf Gasanlagen in Katar kam es zu einem breiten Ausverkauf riskanter Anlagen, in dessen Zuge auch Gold zur Liquiditätsbeschaffung verkauft wurde.
Besonders stark betroffen waren laut Charlotte Peuron, Portfolio Managerin Thematic Equities beim französischen Asset-Manager Crédit Mutuel Asset Management, Goldminenunternehmen, die unter gleichzeitig fallenden Goldpreisen und Aktienkursen litten. Nach der starken Entwicklung im Jahr 2025 nutzten viele Anleger die Situation zudem für Gewinnmitnahmen. Kurzfristig belasten ein stärkerer US-Dollar, gedämpfte Zinssenkungserwartungen sowie Abflüsse aus Gold-ETFs die Preise zusätzlich.
Langfristig bleiben die Aussichten jedoch intakt, meint Peuron. Geopolitische Unsicherheiten, wirtschaftliche Risiken und strukturelle Trends wie die Abkehr vom US-Dollar stützen weiterhin die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Steigende Produktionskosten in der Branche gelten dabei als beherrschbar. (DFPA/abg)
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der Groupe La Française, der Holdinggesellschaft der Asset-Management-Sparte der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.