Der globale Markt für Fusionen und Übernahmen ist mit ungewöhnlich hoher Dynamik ins Jahr 2026 gestartet. Laut einer Analyse des Beratungsunternehmens WTW wurden im ersten Quartal so viele Mega-Deals über 10 Milliarden US-Dollar abgeschlossen wie seit 2008 nicht mehr.
Insgesamt summierte sich das Transaktionsvolumen auf 438 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um mehr als 155 Prozent im Jahresvergleich.
Treiber der Entwicklung waren vor allem besonders große Transaktionen: Zwölf Mega-Deals wurden zwischen Januar und März gezählt, nach nur zwei im Vorquartal. Insgesamt stieg auch die Zahl größerer Übernahmen deutlich. Gleichzeitig entwickelten sich Käuferunternehmen am Kapitalmarkt wieder besser und übertrafen den Gesamtmarkt im Schnitt.
„Die Rückkehr der Mega-Deals zeigt, dass strategische Käufer wieder mit deutlich mehr Zuversicht agieren“, sagte Sibylle Kampschulte von WTW. Gut kapitalisierte Unternehmen nutzten das Umfeld, um Geschäftsmodelle auszubauen und Zugang zu wichtigen Technologien zu sichern.
Regional schnitten europäische Käufer besonders stark ab, während Nordamerika und Asien hinter ihren Vergleichsindizes zurückblieben. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen bleibt die Bereitschaft zu großen Transaktionen hoch. (DFPA/abg)
WTW (Willis Towers Watson) ist ein Beratungsunternehmen, das datengestützte, evidenzbasierte Lösungen in den Bereichen Mitarbeitende, Risiko und Kapital anbietet. WTW arbeitet in mehr als 140 Ländern und beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter.