100 Euro zusätzlicher finanzieller Spielraum im Monat könnten die private Altersvorsorge vieler Menschen stärken. In allen Altersgruppen zwischen 18 und 59 Jahren gibt eine absolute Mehrheit an, bei dauerhaft 100 Euro mehr im Monat erstmals privat für das Alter vorzusorgen oder die bestehende private Altersvorsorge zu erhöhen. Das ergab eine Umfrage des Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA).
Besonders ausgeprägt sei die Bereitschaft bei den Jüngeren: 65 Prozent der 18- bis 29-Jährigen würden für ihre Altersvorsorge aktiv werden. Selbst bei den 50- bis 59-Jährigen ist es mit 53 Prozent noch eine absolute Mehrheit.
„Die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge ist größer, als die Debatte bisweilen vermuten lässt. Was häufig fehlt, sind finanzieller Spielraum und Vertrauen in Vorsorgelösungen. Beim ersten Punkt kann die neue geförderte Altersvorsorge mit 50 Prozent Grund- und zusätzlichen Kinderzulagen zu einem Schub der privaten Altersvorsorge führen“, sagt Dr. Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge.
Welche Faktoren private Altersvorsorge erschweren, hänge deutlich vom Einkommen ab. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro nennen 62 Prozent “zu wenig finanziellen Spielraum” als größtes Hindernis. Mit steigendem Einkommen verliert dieser Faktor an Bedeutung, während mangelndes Vertrauen in die langfristige Verlässlichkeit von Finanz- und Vorsorgeprodukten zunimmt. In der höchsten untersuchten Einkommensgruppe (4.000 Euro und mehr) ist mangelndes Vertrauen sogar mit 38 Prozent das meistgenannte Hindernis.
Über alle Befragten hinweg ist “zu wenig finanzieller Spielraum” mit 43 Prozent das am häufigsten genannte Hindernis für den Aufbau einer ausreichenden privaten Altersvorsorge. An zweiter Stelle folgt mit 29 Prozent “zu geringes Vertrauen in die langfristige Verlässlichkeit von Finanz- und Vorsorgeprodukten”. Deutlich seltener werden fehlendes Wissen oder mangelnde Orientierung bei der Auswahl geeigneter Vorsorgeprodukte (zehn Prozent) sowie fehlendes Interesse beziehungsweise eine geringe Priorität der Altersvorsorge (acht Prozent) genannt. (DFPA/ljh)
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA) mit Sitz in Frankfurt am Main hat das Ziel, Wissen und Kompetenz der Deutschen auf dem Gebiet der privaten Altersvorsorge zu fördern.