Der „FNG-Marktbericht 2026“ des „Forum Nachhaltige Geldanlage“ zeigt, dass sich die nachhaltige Finanzbranche gegen den aktuellen politischen Gegenwind behauptet. Aus der Erhebung geht hervor, dass Das Angebot an ESG-Produkten sei 2025 ausgebaut worden und die Mehrheit der Befragten habe Nachhaltigkeitsrichtlinien nicht verändert.
Rund die Hälfte der befragten Anbieter erwarten zudem, dass die Überarbeitung der EU-Offenlegungsverordnung neue Fortschritte bringt. Dieser optimistische Ausblick in die Zukunft spiegelt sich dementsprechend auch in den Prognosen wider: Ein Drittel der Befragten rechnet mit einem Wachstum nachhaltiger Geldanlagen für 2026.
Investmentmanager, Asset Owner und Banken beschäftigen sich weiterhin mit der Integration von Nachhaltigkeit in ihre Anlagestrategien 29 Prozent der Befragten berichteten, ihr ESG-Produktangebot ergänzt zu haben, lediglich ein Prozent reduzierte seine Produktpalette. Die verbleibenden 70 Prozent nahmen keine Änderung vor. Zudem plane keiner der Befragten einen Rückbau des Angebots, 16 Prozent beabsichtigen sogar eine Erweiterung.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte eine Debatte entfacht, ob Rüstungsinvestitionen mit Nachhaltigkeit kompatibel sein können. Der Großteil der Befragten schließt Investitionen in sämtliche Rüstungsgüter aus (62 Prozent). Nahezu kein Anbieter investiert in Streubomben und Anti-Personen-Minen (97 Prozent), dicht gefolgt von ABC-Waffen (91 Prozent).
Marian Klemm, Vorstandsvorsitzender des FNG, resümiert: „Die Ergebnisse des FNG-Marktbericht 2026 zeigen, dass die nachhaltige Finanzbranche resilient gegen den aktuellen politischen Gegenwind ist. Nachhaltige Anbieter bleiben ihren Prinzipien treu und schwächen ihre Nachhaltigkeitskriterien nicht ab. Genau diese Widerstandsfähigkeit schafft die Grundlage für die langfristige Etablierung nachhaltiger Geldanlagen.“ Der FNG-Marktbericht 2026“ steht HIER zum Download zur Verfügung. (DFPA/ljh)
Das „Forum Nachhaltige Geldanlage“ (FNG) ist seit 2001 der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum (D, AT, CH). Zu den Mitgliedern zählen Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Ratingagenturen, Finanzberater, wissenschaftliche Institutionen, Versicherungen, NGOs und Privatpersonen. FNG ist Gründungsmitglied des europäischen Dachverbandes Eurosif.
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