Die größte Vermögensverschiebung der modernen Geschichte hat bereits begonnen: In den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten werden weltweit rund 83 Billionen US-Dollar an die nächste Generation übertragen. Das geht aus dem aktuellen „Global Next Generation Report“ der Schweizer UBS hervor.
Dabei handelt es sich nicht nur um einen finanziellen Prozess, sondern vor allem um einen tiefgreifenden Wandel von Verantwortung, Einfluss und Entscheidungsstrukturen innerhalb wohlhabender Familien.
Der Studie zufolge übernehmen Nachfolgerinnen und Nachfolger zunehmend früh Verantwortung – oft lange bevor Vermögenswerte tatsächlich übertragen werden. Rund zwei von fünf Befragten verbinden den Generationenwechsel primär mit neuen Aufgaben, nicht mit dem Erbfall selbst. Gleichzeitig wächst der Wunsch, die strategische Ausrichtung des Familienvermögens aktiv mitzugestalten, etwa durch nachhaltige Investitionen oder neue Anlageformen.
Entscheidend für einen reibungslosen Übergang sei eine frühzeitige und offene Kommunikation innerhalb der Familien. Mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich dafür aus, bereits im Jugendalter über Vermögen und Verantwortung zu sprechen. Fehlende Abstimmung und unklare Erwartungen gelten dagegen als zentrale Konfliktursachen.
Neben fachlicher Beratung gewinnen auch Netzwerke und Austausch unter Gleichgesinnten an Bedeutung. Viele Angehörige der nächsten Generation greifen auf Peer-Gruppen zurück, um Erfahrungen zu teilen und Orientierung zu finden.
Insgesamt zeichnet der Bericht das Bild einer global vernetzten, gut ausgebildeten Generation, die den Übergang aktiv gestalten will – und dabei nicht nur Vermögen übernimmt, sondern auch dessen gesellschaftliche Rolle neu definiert. (DFPA/abg)
Den vollständigen Report erhalten Sie zum Download hier.
UBS ist ein globaler Wealth Manager sowie Universalbank in der Schweiz. UBS hat den Hauptsitz in Zürich und ist in mehr als 50 Ländern präsent.