Neue Rahmenstruktur für Impact-Investoren: Drei Wege zur echten Wirkung
Impact-Investoren stehen zunehmend unter Druck, nachzuweisen, wie ihr Kapital tatsächlich über den traditionellen Finanzmarkt hinaus gesellschaftlichen Mehrwert schafft. Michael Brown. Head of research des Impact Investing Research Lab der amerikanischen Wharton School, hat eine Lösung für diese so genannte Additionalität entwickelt.
Brown schlägt dazu ein neues Modell mit drei Wegen vor: Verzicht, Know-how und Unterstützung. Beim „Verzicht“ nehmen Investoren geringere Renditen oder höhere Risiken in Kauf, um Projekte mit hoher sozialer oder ökologischer Wirkung zu ermöglichen. Der zweite Weg, „Know-how“, zielt auf unterbewertete Investitionschancen ab, die nur durch spezialisiertes Wissen erkannt werden. Die dritte Strategie, „Unterstützung“, umfasst die aktive Begleitung von Unternehmen zur Verbesserung ihrer Wirkung – etwa durch Beratung oder Netzwerkzugänge.
Brown zufolge hilft das Modell, die Rolle von Impact Investing gegenüber konventionellen Investitionen klarer zu definieren und legitime Wirkung transparent zu belegen. (DFPA/abg)
Die Wharton School an der University of Pennsylvania gilt als erste Business School der Welt. Gegründet 1881 vom Unternehmer Joseph Wharton, setzte sie mit ihrer akademischen Ausrichtung auf Wirtschaft ein damals revolutionäres Zeichen. Von der ersten universitären Gründungsförderung 1973 bis hin zu heutigen Forschungsschwerpunkten wie alternative Investments und Neuroökonomie – die Schule prägt globale Führungskräfte mit Weitblick.