Nuveen-Managerin sieht steigende Nachfrage nach Impact-Investments trotz Gegenwind
Die Nachfrage institutioneller Investoren nach Impact-Strategien im Bereich Private Equity bleibt nach Einschätzung von Rekha Unnithan, Global Head of Private Equity Impact bei Nuveen, trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten hoch. Das sagt sie in einem Gespräch mit dem britischen Informationsportal Impact Investor.
„Viele institutionelle Anleger verdoppeln ihr Engagement, werden aber wählerischer bei der Auswahl von Fondsmanagern“, sagte Unnithan im Gespräch mit Impact Investor. Entscheidend seien inzwischen ein klar nachweisbarer Track Record, strenge Impact-Messungen und überzeugende Wertschöpfungsansätze.
Nuveen, eine Tochter des US-Versicherungsgiganten TIAA, verwaltet rund 1,3 Billionen Dollar und hat nach eigenen Angaben bisher 27,6 Milliarden Dollar in Strategien mit messbarem sozialen und ökologischen Nutzen investiert. Besonders Chancen sieht Unnithan derzeit in den USA, wo sie „viele unterbewertete Assets und interessante Wachstumschancen“ ausmacht. Im Fokus stünden Unternehmen, die mit emissions- oder abfallreduzierenden Lösungen sowohl Kosten sparen als auch zur Transformation in eine kohlenstoffarme Wirtschaft beitragen.
Als größten Fortschritt der vergangenen Jahre bezeichnete Unnithan die „Mainstreaming“-Tendenz von Impact Investing: Strategien hätten sich vom Nischensegment zu etablierten Anlageklassen entwickelt. Für die Zukunft erwartet sie eine zunehmende Zahl reifer nachhaltiger Geschäftsmodelle sowie steigende Mittelzuflüsse in spezialisierte Impact-Fonds. Ein Missverständnis müsse die Branche jedoch noch ausräumen: „Impact-Investments bedeuten nicht automatisch Konzessionsrenditen. Es geht darum, mit Wirkung auch gute Erträge zu erzielen.“ (DFPA/abg)
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