Das Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des US-Energieministeriums erhält mit dem IQM Radiance seinen ersten vor Ort installierten Quantencomputer. Ziel ist es, hybride quantenklassische Anwendungen schneller zu entwickeln und die enge Verzahnung von Quanten- und Supercomputing-Technologien voranzutreiben.
Das 20-Qubit-System des finnischen Anbieters IQM soll bis zum dritten Quartal 2025 ausgeliefert und in die Hochleistungsrechner-Infrastruktur (HPC) des Forschungszentrums integriert werden. „Die Installation von IQM vor Ort ermöglicht unseren Forschern den praktischen Zugang zu modernster Quantencomputertechnologie, während wir untersuchen, wie Quantencomputer in HPC-Systeme integriert werden können“, sagte Travis Humble, Direktor des Quantum Science Center am ORNL. Auch Mikko Välimäki, Co-CEO von IQM, sprach von einem Meilenstein: „Dies beweist einmal mehr, dass Quantencomputer bereits heute äußerst nützlich und gefragt sind.“
Das System basiert auf supraleitender Technologie und lässt sich künftig auf mehr Qubits aufrüsten. Damit soll ORNL seine Position als führende US-Forschungseinrichtung für Quanten-HPC stärken. Laut IQM-Co-CEO Jan Goetz wollen beide Partner langfristig gemeinsam an Anwendungsfeldern wie Strömungsdynamik, Teilchenphysik und Elektronenstruktursimulationen arbeiten.
Erst im April 2024 hatte IQM-Gründer Jan Goetz den Bau des Supercomputers angekündigt (DFPA berichtete) (DFPA/abg)
IQM ist ein weltweit führender Anbieter von supraleitenden Quantencomputern. IQM bietet sowohl lokale Full-Stack-Quantencomputer als auch eine Cloud-Plattform für den Zugriff auf seine Computer. Zu den Kunden von IQM zählen führende Hochleistungsrechenzentren, Forschungslabore, Universitäten und Unternehmen, die uneingeschränkten Zugriff auf die Software und Hardware von IQM haben. IQM beschäftigt über 300 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Finnland sowie Niederlassungen in Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Polen, Spanien, Singapur, Südkorea und den Vereinigten Staaten.