Nach einem schwachen ersten Halbjahr zeigt sich der deutsche Markt für Fondsboutiquen im dritten Quartal 2025 wieder erholt. Laut dem aktuellen „PBF BoutiquenFondsRadar“ stieg das Gesamtvolumen aufgrund positiver Marktentwicklungen auf 160,3 Milliarden Euro.
Das Mittelaufkommen blieb mit minus 0,1 Milliarden Euro seit Jahresbeginn allerdings nahezu unverändert – ein Zeichen für die weiterhin zurückhaltende Anlegerstimmung gegenüber aktiven Strategien.
Vor allem alternative und marktneutrale Konzepte überzeugten erneut: Sie sammelten in den ersten neun Monaten des Jahres rund 1,5 Milliarden Euro ein und blieben damit das wachstumsstärkste Segment. Rentenfonds verzeichneten nach einer Schwächephase wieder Zuflüsse von 0,4 Milliarden Euro, während Mischfonds mit Abflüssen von 1,8 Milliarden Euro das Sorgenkind des Marktes bleiben.
Unter den Fondsboutiquen behauptete die Münchner Aquantum GmbH ihre Spitzenposition mit einem Mittelaufkommen von 650 Millionen Euro. Auf den Plätzen folgen GANÉ Investment-AG und Taunus Trust. In der Spitzengruppe dominieren weiterhin Anbieter alternativer Strategien, was den strukturellen Trend hin zu marktunabhängigen Ertragsquellen bestätigt.
Auch bei den Produktneuauflagen zeigte sich das Segment lebendig: 28 neue Fonds kamen bis Ende September auf den Markt – deutlich mehr als im ersten Halbjahr. Institutionelle Investoren sorgten für steigende Volumina, besonders bei spezialisierten Strategien und Themenfonds. Für Investoren unterstreicht der Report den selektiven Charakter des Marktes: Kapital fließt vor allem in fokussierte, risikoarme und thematisch klar positionierte Strategien. Breite Multi-Asset-Konzepte bleiben dagegen schwer vermittelbar. (DFPA/abg)
Den vollständigen PBF BoutiquenFonds Radar finden Sie hier.
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