Der deutsche Immobilienmarkt war auch im zweiten Quartal 2025 von moderaten Preissteigerungen geprägt. Die Angebotspreise von Wohnimmobilien im Bestand legten zwischen April und Juni deutschlandweit um durchschnittlich 0,8 Prozent zu und damit etwas langsamer als im ersten Quartal (plus 1,2 Prozent). Eigentumswohnungen verteuerten sich um 1,1 Prozent auf 3.193 Euro pro Quadratmeter, Einfamilienhäuser um 0,3 Prozent auf 2.780 Euro. Das geht aus dem „Immowelt Preiskompass“ für das zweite Quartal 2025 hervor. Darin wurde analysiert, wie sich die Angebotspreise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in Deutschland und den 15 größten deutschen Städten verändert haben.
Trotz der jüngsten Anstiege befinden sich die aktuellen Angebotspreise von Wohnimmobilien immer noch um durchschnittlich 6,7 Prozent unter dem Allzeithoch vom Juni 2022. „Das derzeitige Marktumfeld bietet trotz leicht steigender Preise weiterhin ein sehr gutes Zeitfenster für Käufer”, sagt Immowelt-Geschäftsführer Dr. Robert Wagner. „Die Konkurrenz am Markt ist nicht annähernd so hoch wie während der Boomjahre und Verkäufer zeigen sich verhandlungsbereiter. Wer jetzt kauft, hat deutlich mehr Spielraum bei Preisgesprächen als noch vor einigen Jahren.”
Wohnungspreise legen in zwölf der 15 größten Städten zu
Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen verzeichneten in Deutschlands größten Städten überwiegend moderate Anstiege. Am deutlichsten verteuerte sich der Quadratmeter von Bestandswohnungen in Bremen (plus 4,1 Prozent auf 3.145 Euro) und Dresden (plus 3,1 Prozent auf 2.744 Euro). In den hochpreisigen Metropolen fielen die Preissteigerungen dagegen verhaltener aus. In München verteuerten sich Bestandswohnungen um 1,3 Prozent auf 8.235 Euro pro Quadratmeter, in Berlin um 1,6 Prozent auf 4.856 Euro.
Während die Wohnungspreise vielerorts zulegten, kam es in einigen Städten zu Rückgängen – ein Zeichen dafür, dass sich der Markt noch nicht flächendeckend stabilisiert habe. In Duisburg (minus 3,9 Prozent), Dortmund (minus 1,0 Prozent) und Stuttgart (minus 0,6 Prozent) gaben die Angebotspreise nach. Die Preisentwicklung bei Einfamilienhäusern verlief im zweiten Quartal insgesamt schwächer als bei Eigentumswohnungen: sieben von 15 Städten verzeichneten Steigerungen. Den stärksten Anstieg gab es in Duisburg (plus 2,7 Prozent auf 2.698 Euro), gefolgt von Bremen (plus 2,5 Prozent auf 2.760 Euro). (DFPA/mb)
Die Immowelt AG ist ein IT-Spezialist für die Immobilienwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Kerngeschäft sind die Immowelt-Portale. Zweites Hauptgeschäftsfeld sind CRM-Software-Lösungen für die Immobilienwirtschaft. Die Immowelt Group ist eine Tochter des Medienkonzerns Axel Springer SE.