Der Private-Credit-Markt für Unternehmens- und Infrastrukturkredite und insbesondere für Immobilienkredite, also die Kreditgewährung aus dem Nichtbanken-Sektor, könnte sich in den nächsten fünf Jahren fast verdoppeln. Das meint Andrew Radkiewicz, Global Head of Private Debt Strategy and Investor Solutions bei PGIM Real Estate.
Dies sei unter anderem auf regulatorische Änderungen zurückzuführen, die
Druck auf die Bankbilanzen ausüben, ihr Engagement im Immobiliensektor zu reduzieren. Sie haben aber auch dazu geführt, dass die mit Immobilienkrediten verbundenen Risiken gesunken sind. Dies bietet Akteuren im Bereich Private Debt zunehmend Möglichkeiten, die von den Banken hinterlassenen Finanzierungslücken zu schließen.
In Europa werden nach wie vor über 85 Prozent aller gewerblichen Immobilienkredite von der Bankenbranche vergeben, während die Kapitalquellen für Immobilienunternehmen in den USA wesentlich diversifizierter sind.
Es ist überraschend, dass der gesamte Immobilienkreditmarkt in Europa nur halb so groß ist wie in den USA, obwohl europäische Banken mehr Immobilienkredite vergeben als US-Banken. Das lässt erahnen, wie groß das Wachstumspotenzial für Private Credit ist.
Aber es gibt auch konjunkturelle Rückenwind. In den vergangenen drei Jahren sind die Preise für Gewerbeimmobilien in Europa im Durchschnitt um fast 30 Prozent gesunken. Das ist mehr als der Rückgang der Immobilienpreise nach der globalen Finanzkrise. Derzeit sehen wir auch konjunkturbedingt hohe Renditen und ein geringeres Kreditrisiko, sodass wir die nächsten drei Jahre als eine hervorragende Zeit für Investitionen in Real Estate Debt ansehen. (DFPA/ljh)
PGIM ist der globale Investment Manager des US-Versicherungskonzerns Prudential Financial, Inc. Mit 41 Niederlassungen in 19 Ländern und mehr als 1.450 Anlagespezialisten betreut PGIM private und institutionelle Kunden mit einem verwalteten Vermögen von knapp 1,4 Billionen US-Dollar (Stand: 31.12.2024).
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