Alternative Kreditstrategien gewinnen bei institutionellen Anlegern an Bedeutung. Laut der BSP Alternative Credit Survey 2026 wollen 51 Prozent der weltweit befragten 135 Anlageentscheider ihre Allokation in den kommenden zwölf Monaten erhöhen. Gleichzeitig steigen mit höheren Ausfallrisiken, schwächeren Kreditbedingungen und begrenzter Liquidität die Anforderungen an Manager und Portfoliosteuerung.
Mehr als drei Viertel der von BSP befragten Investoren haben bereits mindestens fünf Prozent ihres Portfolios in alternative Kreditstrategien investiert. Als wichtigsten Grund für stabile oder steigende Allokationen nennen 85 Prozent die Diversifikation. 81 Prozent erwarten höhere Gesamterträge als bei traditionellen Anleihen, 60 Prozent verweisen auf attraktive laufende Erträge.
Dabei wird der Markt breiter. Bei geplanten Aufstockungen stehen Infrastrukturfinanzierungen an erster Stelle, gefolgt von Direktkrediten und forderungsbesicherten Finanzierungen. Für die kommenden drei Jahre erwarten 53 Prozent der Befragten bei Infrastrukturkrediten und 52 Prozent bei forderungsbesicherten Strategien besonders attraktive risikobereinigte Erträge.
Auch die Portfoliokonstruktion verändert sich. Der Anteil der Investoren, die sich auf wenige Kernsegmente konzentrieren, dürfte laut Studie von derzeit 40 auf 19 Prozent in fünf Jahren sinken. Stattdessen gewinnen breiter diversifizierte Strategien, Kern-Satelliten-Ansätze und flexible Anlagevehikel an Bedeutung. Neben den USA rücken Europa und der asiatisch-pazifische Raum stärker in den Fokus.
Die Ausweitung der Anlagen ist jedoch mit Risiken verbunden. 72 Prozent der Befragten sehen steigende Ausfallraten als größte Bedrohung, 41 Prozent schwächere Kreditbedingungen. Jeweils rund die Hälfte nennt zudem eingeschränkte Transparenz bei Bewertungen und die Steuerung der Portfolioliquidität als wesentliche Hürden. Für 81 Prozent ist deshalb eine klare Spezialisierung des Managers besonders wichtig.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine höhere Private-Credit-Quote allein nicht entscheidend ist. Vielmehr könnten unterschiedliche Kreditstrategien dazu beitragen, Ertragsquellen zu verbreitern und Abhängigkeiten von einzelnen Branchen, Regionen und Zinsentwicklungen zu verringern. Entscheidend seien eine sorgfältige Kreditprüfung, realistische Liquiditätsplanung und die Erfahrung der Manager über verschiedene Kreditzyklen hinweg. (DFPA/abg)
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Benefit Street Partners L.L.C. ist ein auf alternative Kreditstrategien spezialisierter Asset Manager mit Sitz in den USA und verwaltet rund 93 Milliarden US-Dollar für institutionelle und private Anleger (Stand: 31. März 2026). Das 2008 gegründete Unternehmen investiert unter anderem in Direktkredite, Immobilienfinanzierungen, liquide und strukturierte Kredite und ist seit 2022 Teil der US-amerikanischen Investmentgesellschaft Franklin Templeton.