Nach einer längeren Flaute am Private-Equity-Markt deuten erste Zahlen auf eine Wiederbelebung klassischer Ausstiegswege hin – allerdings fast ausschließlich in Nordamerika. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Das US-Analysehaus PitchBook.
In den USA liegt das Volumen traditioneller Private-Equity-Exits wie Übernahmen, Börsengänge und Buyouts bereits bei 97 Prozent des Vorjahresniveaus. Europa hinkt dagegen deutlich hinterher: Das Exit-Volumen liegt dort nur bei rund der Hälfte von 2024.
Weltweit summierten sich klassische Exits bis Mitte August auf 644,4 Milliarden US-Dollar. Damit ist schon jetzt rund drei Viertel des gesamten Vorjahresvolumens erreicht. Sollte das Tempo anhalten, könnte der Markt erstmals seit 2021 wieder die Marke von einer Billion Dollar überschreiten. Die Zahl der Transaktionen bleibt jedoch schwach – mit bislang 1.718 Exits weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Treiber der Entwicklung sind vor allem IPOs in Nordamerika. Dort verdoppelte sich das Volumen börsennotierter Private-Equity-Beteiligungen auf 102,2 Milliarden Dollar. In Europa hingegen brach das IPO-Volumen auf 8,3 Milliarden Euro ein – der vierte Rückgang in Folge.
Auch bei Übernahmen zeigt sich ein ähnliches Bild: In Nordamerika summierte sich das Volumen aus 342 Deals auf über 205 Milliarden Dollar, während Europa mit 335 Transaktionen lediglich 46,8 Milliarden Euro erreichte. Lediglich bei Buyouts sind beide Regionen mit rund zwei Dritteln des Vorjahreswerts auf Augenhöhe. (DFPA/abg)
PitchBook ist ein US-amerikanisches Finanzdaten- und Analyseunternehmen, das sich auf Private Equity, Venture Capital, Mergers [&] Acquisitions (M[&]A) und andere Bereiche der privaten Kapitalmärkte spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und gehört seit 2016 zur Morningstar Inc., einem großen Anbieter von Finanzinformationen und Investmentanalysen.