Geopolitische Unsicherheit wird im europäischen Private-Equity-Markt zur zentralen Belastung für Renditen und Wertsteigerung. Gleichzeitig verschiebt sich das Wachstum der Portfoliounternehmen zunehmend hin zu operativen Verbesserungen.
Das Beratungsunternehmen Alvarez [&] Marsal sieht in seiner European Value Creation Survey 2026 geopolitische Volatilität für 62 Prozent der Befragten als größte Herausforderung, gefolgt von Zöllen sowie Inflation und Zinsniveau (je 58 Prozent). Operative Effizienz treibt das EBITDA-Wachstum stärker als früher: Margenverbesserungen machten 2025 bereits 51 Prozent des Wachstums aus, nach 21,5 Prozent vor 2023. Der Beitrag des Umsatzwachstums sank im gleichen Zeitraum deutlich.
Auch der Exit-Markt bleibt angespannt. Zwar sind 61 Prozent der Investoren optimistisch für 2026, doch 43 Prozent setzen verstärkt auf Continuation Funds und Sekundärmarkttransaktionen, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Nur noch 7 Prozent akzeptieren niedrigere Bewertungen bei Verkäufen.
Parallel steigt der Einsatz von KI in Value-Creation-Programmen deutlich auf 63 Prozent nach 41 Prozent im Vorjahr. Genutzt wird sie vor allem für Datenanalyse, Effizienzsteigerung und Finanzprozesse. Als größte Hürde gelten Kosten und unklare Renditen (60 Prozent).
Zudem beschleunigt sich die Umsetzung: 58 Prozent der Investoren starten Wertsteigerungsprogramme bereits innerhalb der ersten 100 Tage. Dennoch verfehlen laut Studie 65 Prozent ihre Ziele teilweise deutlich. (DFPA/abg)
Alvarez [&] Marsal ist eine 1983 gegründete internationale Unternehmensberatung mit Sitz in New York. Das Unternehmen unterstützt Mandanten insbesondere bei Restrukturierungen, Turnaround-Programmen sowie der Optimierung von Geschäftsentwicklung und Transformationen. Zu den Kunden zählen Unternehmen, Private-Equity-Gesellschaften, Anwaltskanzleien sowie öffentliche Institutionen, die auf ein globales Netzwerk erfahrener Beraterinnen und Berater mit Management- und Board-Level-Expertise zurückgreifen.
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