Private-Equity-Gesellschaften investieren derzeit deutlich mehr, als sie Unternehmen wieder verkaufen. Nach Daten des Marktforschers PitchBook liegt das Verhältnis von Investitionen zu Exits bei 3,14 zu eins – dem höchsten Wert seit einem Jahrzehnt.
„Die aktuellen Zoll- und Handelskonflikte belasten die Deal-Aktivität und insbesondere die Exits, was sich in dieser Quote widerspiegelt“, sagte Josh Smigel, US-Private-Equity-Leiter bei PwC. Laut Smigel halten Fondsmanager hochwertige Beteiligungen oft länger als fünf Jahre und suchen zunehmend kreative Wege, um Liquidität zu generieren – etwa über Take-Privates oder Carve-outs von börsennotierten Unternehmen. Trotz eines nach wie vor hohen Bestands an nicht investiertem Kapital („Dry Powder“) von rund einer Billion Dollar liegt dessen Anteil am gesamten verwalteten Vermögen mit 28,2 Prozent auf einem Mehrjahrestief.
„Da die Deal-Aktivität stark ist, die Mittelbeschaffung aber schwächelt, dürften die Dry-Powder-Bestände weiter zurückgehen“, stellt PitchBook-Analyst Kyle Walters fest. Er erwartet, dass Fonds ihre Portfoliounternehmen länger halten und vermehrt auf Sekundärtransaktionen setzen. Continuation-Fonds, die bestehende Beteiligungen in neue Vehikel überführen, gewinnen daher weiter an Bedeutung. Smigel zeigte sich für den Rest des Jahres optimistisch: „Die Erwartungen von Käufern und Verkäufern an Bewertungen liegen heute deutlich näher beieinander als noch vor einigen Jahren.“ (DFPA/abg)
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