Der deutsche Projektentwicklermarkt sendet zum Jahresbeginn 2026 erste Erholungssignale: Nach Einschätzung von Marktexperten ist die Talsohle durchschritten, Grundstücksankäufe werden wieder aufgenommen und neue Fonds aufgelegt. Allerdings dürfte der Wohnungsneubau erst ab 2027 nachhaltig zulegen, nachdem die Fertigstellungen 2026 mit rund 150.000 Einheiten ihren Tiefpunkt erreicht haben.
Wie aus dem aktuellen „Development Monitor“ des Analysehauses bulwiengesa in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hervorgeht, erfasst die Auswertung zum Stichtag 31. Dezember 2025 bundesweit knapp 22.900 Projekte mit einer Gesamtfläche von 178,3 Millionen Quadratmetern. Zwar sank das Volumen der Wohnflächen zuletzt leicht, doch sprechen Marktbeobachter von einer spürbaren Belebung der Aktivität. „Wir haben den Tiefpunkt nun endgültig erreicht“, sagte André Adami, Head of Residential bei bulwiengesa. Ab 2027 sei wieder mit steigenden Fertigstellungszahlen zu rechnen.
Belastend wirken weiterhin die Finanzierungsbedingungen: Banken verlangen derzeit Eigenkapitalquoten von rund 25 Prozent sowie hohe Vorvermarktungsquoten. Während der Büromarkt mit einem Minus von fast zwölf Prozent deutlich korrigierte, zeigt sich die Logistik vergleichsweise stabil. Branchenvertreter fordern zugleich politische Impulse, um den Wohnungsbau zu entlasten und den erwarteten Aufschwung nicht zu gefährden. (DFPA/abg)
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Die Bulwiengesa AG ist ein unabhängiges Marktforschungs- und Beratungsunternehmen in den Themenfeldern Immobilien sowie Standort- und Regionalanalyse.
Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an.