Ein Blick auf den deutschen Investmentmarkt für Gesundheits- und Sozialimmobilien im Jahr 2025 zeigt laut Immobilien-Dienstleister Savills die wachsende Bedeutung von Ärztehäusern. Bei einem Gesamttransaktionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro, was einem Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, dominierten Pflegeheime mit einem Anteil von etwa 68 Prozent weiterhin den Markt.
Gleichzeitig zeigte sich jedoch das Teilsegment der Ärztehäuser besonders dynamisch: Mit einem Transaktionsvolumen von rund 224 Millionen Euro verzeichneten sie den höchsten Umsatzanstieg aller Teilsegmente. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 144 Prozent. Der Anteil der Ärztehäuser am Transaktionsvolumen von Gesundheits- und Sozialimmobilien stieg 2025 auf 19 Prozent und lag deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von rund zwölf Prozent. Ein klares Zeichen dafür, dass ein in Deutschland etabliertes Segment zunehmend als eigenständige Investmentklasse an Relevanz gewinne. Damit bekomme eine Nutzungsart, die in Deutschland bereits länger etabliert sei, nun auch am Investmentmarkt eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Aus Investorensicht sprechen laut Savills mehrere Faktoren für Ärztehäuser. Sie sind in der Regel langfristig vermietet, bieten stabile Cashflows und sind als Teil der sozialen Infrastruktur relativ konjunkturunabhängig hinsichtlich der Nutzernachfrage. Der Markt ist in Deutschland derzeit noch durch eine heterogene und kleinteilige Eigentümerstruktur geprägt, was die Anzahl der verfügbaren Produkte für professionelle Immobilieninvestoren einschränkt. Savills erwartet jedoch eine fortschreitende Institutionalisierung des Sektors. Mit zunehmender Transaktionshistorie und wachsendem Produktangebot könnten Ärztehäuser mittelfristig eine ähnliche Rolle einnehmen wie andere defensive Immobiliensegmente im Gesundheitsbereich. (DFPA/mb)
Savills plc ist ein weltweit tätiges Immobilien-Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in London.