Die Rohstoffpreise sind zu Beginn des Jahres 2026 wieder gestiegen. Wie das Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) mitteilte, legte der HWWI-Rohstoffpreisindex im Januar um 5,5 Prozent zu, nachdem er im Dezember noch um 1,8 Prozent gesunken war.
Trotz des kräftigen Monatsanstiegs lag der Gesamtindex Ende Januar noch rund 10,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Maßgeblich für die jüngste Entwicklung waren höhere Preise bei Industrierohstoffen sowie ein erneuter Anstieg der Energierohstoffe. Letztere verteuerten sich im Januar um 6,6 Prozent, notierten im Jahresvergleich jedoch weiterhin etwa 15 Prozent niedriger.
Die Preise für europäisches Erdgas zogen im Januar gegenüber dem Vormonat um 26,7 Prozent an, nachdem sie im November und Dezember gefallen waren. Im Vergleich zum Vorjahr lagen sie jedoch weiterhin deutlich im Minus. Der Index für Nahrungs- und Genussmittel setzte seinen Abwärtstrend fort und lag im Januar 3,7 Prozent unter dem Vormonat sowie mehr als 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Deutlich aufwärts ging es dagegen bei Industrierohstoffen, deren Teilindex im Januar um 7,1 Prozent stieg und damit gut 20 Prozent über dem Vorjahresstand lag. Besonders kräftige Zuwächse verzeichneten die Preise für Kupfer und Zinn, die sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich deutlich anzogen. (DFPA/abg)
Das Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) ist ein unabhängiges wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in Hamburg. Es analysiert globale und nationale Konjunktur- und Strukturentwicklungen und veröffentlicht regelmäßig Indikatoren wie den HWWI-Rohstoffpreisindex, der die Preisentwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten abbildet. Der Index differenziert unter anderem nach Energie-, Nahrungs- und Genussmitteln sowie Industrierohstoffen und dient als Referenzgröße für Politik, Unternehmen und Finanzmärkte.