Sinkende Zinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) wirken sich zwar auf klassische Sparkonten aus, eröffnen aber Chancen für Investoren in länger laufende Anleihen. Die wieder steile Zinsstrukturkurve verspricht höhere Renditen bei längeren Laufzeiten – ein Vorteil, den Anleger nach Ansicht von Experten des Vermögensverwalters Flossbach von Storch Research Instituts nutzen können.
„Die Normalisierung der Zinskurve bietet Investoren die Möglichkeit, durch den sogenannten Rolldown-Effekt Kursgewinne zu erzielen“, erklärt Dominik Schulz vom Flossbach von Storch Research Institut. Bei dieser Strategie werde eine länger laufende Anleihe im Zeitverlauf entlang der Kurve abwärts „gerollt“, wodurch der Preis steige, während die Restlaufzeit sinke. Kollegin Julia Meier ergänzt: „Aktives Management bei Anleihen mit längerer Laufzeit kann so die Gesamtrendite im Vergleich zum reinen Halten bis zur Endfälligkeit deutlich erhöhen.“
Die Experten betonen, dass dies besonders für defensive Anleger interessant sei, die trotz niedriger Zinsen für Tages- und Festgeld nach renditestarken Alternativen suchen. Die aktuellen Bedingungen zeigen, dass Anleihen als Anlageklasse weiterhin attraktiv bleiben. (DFPA/abg)
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Die Flossbach von Storch AG ist eine Vermögensverwaltung mit Sitz in Köln. Das 1998 von Bert Flossbach und Kurt von Storch gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell über 350 Mitarbeiter und verwaltet rund 70 Milliarden Euro.